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Am Unternehmen und nicht im Unternehmen arbeiten

Lesezeit: 2 Minuten Es ist immer wieder, gerade in kleineren Unternehmen zu beobachten, dass deren Chefs engagiert und tatkräftig voll und ganz in ihren Unternehmen mitarbeiten. Das ist vollkommen ok, solange die Arbeit am Unternehmen nicht zu kurz kommt! Was Sie dazu beachten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Am Unternehmen und nicht im Unternehmen arbeiten

Am Unternehmen und nicht im Unternehmen arbeiten

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Die richtigen Dinge tun

“Der gute Mann tut die Dinge richtig, der bessere Mann tut die richtigen Dinge!“ sagt ein Sprichwort, dessen Herkunft mir leider nicht bekannt ist. Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Was nutzt dem Handwerksmeister die aktive Mitarbeit auf der Baustelle, um seine Arbeitskraft produktiv in sein Unternehmen einzubringen, wenn an mehreren, anderen Stellen unbeaufsichtigt und möglicherweise fehlerhaft gearbeitet wird? Das, was er hier einspart, verliert er an anderer Stelle wieder und schlimmer noch: Sein Ruf leidet, Kunden gehen verloren usw.

Was sein muss, muss sein, aber…

Klar, in kleineren Unternehmen spielt jede Arbeitsstunde, die produktiv verwertbar ist, eine große Rolle und muss, so gut das geht, generiert werden. Allerdings sollte genau überlegt werden wofür! Ist ein solcher Einsatz das auch tatsächlich wert? Kann das nicht anders gelöst werden? Z. B. über Vorarbeiter, mängelfreie Abnahmeprämien etc.

Das Eine tun, ohne das Andere zu lassen

Wir kommen nicht daran vorbei, einen Schritt weiter zu denken und uns die Frage zu stellen, was außer Baustellenmanagement, Personal- und Materialdisposition, aktiver Mitarbeit und anderen Aufgaben, die direkt in Verbindung mit der eigentlichen Handwerkstätigkeit stehen, auch im Handwerksbetrieb wichtig ist.

Definieren, was wichtig ist und konsequent kontrollieren

Denken wir einmal über ein paar Begriffe aus der Betriebswirtschaft nach, die auch im Handwerk eine große Rolle spielen:

  • Wie wichtig ist Ihnen z. B. Qualität?
  • Was verstehen und definieren Sie genau unter Qualität?
  • Woran wird Qualität für Sie gemessen?
  • Was verstehen Sie unter Produktivität?
  • Welcher Mitarbeiter bringt Ihnen welchen Umsatz mit welcher Qualität?
  • Wie sehen die Vorgaben bzw. die Ziele dazu aus?
  • Wissen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um diese Zusammenhänge?

Hauptaufgaben wahrnehmen

Klar, der Chef eines kleinen Unternehmens kann es sich möglicherweise nicht leisten, nicht mitzuarbeiten. Dazu ist das Unternehmen vielleicht zu klein. Er kann es sich aber auch auf der anderen Seite nicht leisten, seine wichtigsten Hauptaufgaben als Unternehmenslenker links liegen zu lassen bzw. nicht auszuführen, wenn er mehr als nur Beschäftigung sucht!

Zu solch wichtigen Aufgaben zählen neben der Abrechnung von Leistungen, allgemeinen Buchführungsaufgaben, Materialbeschaffung, der Akquisition neuer Kunden und der Einteilung und Disposition der Baustellen und Mitarbeiterkapazitäten z. B.

  • Wer ist der Kunde, worauf ist besonders Wert zu legen?
  • Durchsprache einzelner, im Einzelfall wichtiger Bearbeitungsabläufe
  • Wer ist für was verantwortlich?
  • Wie wird im Einzelfall und an wen berichtet?
  • Was sind steuerbare, beeinflussbare Kennzahlen für diesen Auftrag?
  • Wann ist der Auftrag als erledigt anzusehen?

Dazu kommt die regelmäßige, tägliche Information der betroffenen Mitarbeiter über den Erledigungs- bzw. Bearbeitungsstand.

Freundliche Grüße aus Krefeld und viel Erfolg bei der Umsetzung wünscht Ihnen

Theo van der Burgt

Bildnachweis: ivanko80 / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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