Businesstipps Existenzgründung

Als Einzelunternehmer haben Sie mit weniger Bürokratie zu tun

Lesezeit: < 1 Minute Die Gründung als Einzelunternehmer ist schnell und ohne große Formalitäten durchführbar. So verwundert es nicht, dass in Deutschland mehr als 75 Prozent aller gewerblichen Existenzgründungen in der Rechtsform eines Einzelunternehmens erfolgen.

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Als Einzelunternehmer haben Sie mit weniger Bürokratie zu tun

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Als Einzelunternehmer müssen Sie kein Mindestkapital nachweisen und Ihr neues Unternehmen – solange es sich dabei um ein Kleingewerbe handelt – nicht in das Handelsregister eintragen lassen. Allerdings tragen Sie auch das alleinige Risiko. Und die Haftung hierfür können Sie als Einzelunternehmer nicht ausschließen. Sie haften unbeschränkt für die Verbindlichkeiten Ihres Unternehmens – und das sowohl mit Ihrem Geschäfts- als auch Privatvermögen.

Eintrag in das Handelsregister für Einzelunternehmer bei Kleingewerbe nicht notwendig
In das Handelsregister können grundsätzlich nur gewerblich tätige Unternehmen eingetragen werden. Eine Pflicht zur Eintragung besteht außerordentlich nur für Unternehmen, die "nach Art und Umfang einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erforderlich machen" (§ 1 HGB). Kleingewerbliche Unternehmen sind also nicht zur Eintragung in das Handelsregister verpflichtet. Da der Gesetzgeber aber nicht eindeutig definiert, ab wann ein Unternehmen kaufmännisch betrieben wird, müssen in Streitfällen häufig die Gerichte entscheiden. So wurde etwa ein türkischer Imbiss mit 13 qm Fläche und einem Jahresumsatz von etwa 120.000 Euro vom Kammergericht Berlin als Kleingewerbe eingestuft (Urteil vom 21.10.02, Az.: 8 U 255/01). Ein Verleiher von Bühnenequipment jedoch wurde trotz kleiner Büro- bzw. Lagerflächen durch die Richter des OLG Dresden als kaufmännisches Unternehmen eingestuft (Urteil vom 26.4.01, Az.: 7 U 301/01). Begründung: Das überregional tätige Unternehmen erzielte einen Großteil seines Umsatzes aus wenigen Großaufträgen, die außerhalb der Geschäftsräume abgewickelt wurden. Fazit für Einzelunternehmer:
Bei einem Unternehmen handelt es sich um ein Kleingewerbe, wenn

  • Ihr Jahresumsatz unter 350.000 Euro liegt,
  • Sie Ihren Umsatz nicht aus Großaufträgen erzielen,
  • Sie kein kaufmännisches Personal beschäftigen,
  • Sie nicht bilanzieren und
  • Sie nicht überregional tätig sind.

Sie können jedoch Ihr kleingewerbliches Unternehmen freiwillig in das Handelsregister eintragen lassen (Kosten: ca 300 Euro). Dann fügen Sie dem Firmennamen das Kürzel "e.K." (eingetragener Kaufmann) hinzu, unterliegen damit allerdings den Pflichten und Rechten eines Kaufmanns gemäß Handelsgesetzbuch.

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