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Aktiv zuhören – die wichtigsten Techniken

Lesezeit: 2 Minuten Aktives Zuhören ist eine Kunst, die zu einer klassischen Win-Win-Situation führt: Unser Gesprächspartner öffnet sich und fühlt sich verstanden. Er oder sie teilt sich uns mit, so dass auch wir davon profitieren. Setzt man die Mittel aktiven Zuhörens bewusst ein, entfalten Sie eine große Wirkung. Der folgende Artikel stellt die wichtigsten Techniken vor.

2 min Lesezeit
Aktiv zuhören - die wichtigsten Techniken

Aktiv zuhören – die wichtigsten Techniken

Lesezeit: 2 Minuten

1. Aufnahmebereitschaft und Interesse signalisieren

Es gibt verschiedene, verbale und non-verbale Signale, Aufnahmebereitschaft anzuzeigen und unseren Gesprächspartner zum Reden zu motivieren. Vieles davon machen wir automatisch und meist unbewusst.

Techniken

  • Blickkontakt herstellen
  • Aufmunterndes Nicken
  • Lächeln, freundlich schauen
  • Erwartungshaltung einnehmen und warten
  • „Ja“
  • „Hhmm“
  • „Ah“, „Aha“
  • „Das ist aber interessant.“
  • „Sprich weiter.“ / „Fahren Sie fort.“

2. Fragen und nachfragen

Gängige Mittel, ein Gespräch in Gang zu halten, sind weiterhin, unseren Gesprächspartner zu bitten fortzufahren oder Verständnisfragen zu stellen. Auch diese Mittel aktiven Zuhörens setzen wir in der Regel automatisch ein, insbesondere wenn uns etwas sehr interessiert.

Techniken

  • „Und weiter?“
  • „Und dann?“
  • „Was passierte dann?“
  • „Das habe ich nicht ganz verstanden…“
  • „Könnten Sie noch einmal sagen… ?“

3. Wiederholen und paraphrasieren

Wiederholen und paraphieren sind sehr wirkungsvolle Mittel aktiven Zuhörens. Sie setzen eine hohe Aufmerksamkeit unsererseits voraus. Ganze Sätze wortwörtlich zu wiederholen, kann auf unser Gegenüber regelrecht suggestiv wirken fortzufahren. Gehörtes zu paraphrasieren und zurückzuspielen, führt ebenfalls zu einer Fortsetzung des Gesprächs. Es signalisiert Verständnis, bestätigt unseren Gesprächspartner und gibt ihm oder ihr Sicherheit.

Techniken

  • Wörtliches Wiederholen von ganzen Sätzen
  • Wörtliches Wiederholen von Satzgliedern
  • Gehörtes paraphrasieren und zurückspielen
  • Das Gehörte in anderen Worten sagen

4. Sich anpassen

Die hohe Kunst aktiven Zuhörens ist es, sich bewusst unserem Gesprächspartner anzupassen. Falls möglich, reden wir in seinem „Dialekt“. Sehr effektiv ist es daneben, wenn wir die Lieblingsmethaphern oder Redewendungen unseres Partners bewusst aufgreifen, übernehmen und/oder abwandeln. Unser Gesprächspartner fühlt sich umso wohler, je größer die Gemeinsamkeiten zwischen uns sind.

Techniken

  • Sprechrhythmus und Tonlage angleichen
  • Sprachniveau anpassen
  • Bilder oder Redewendungen aufgreifen und weiterführen

5. Beobachtungen anbieten

Meist überraschend für unseren Gesprächspartner, jedoch ebenso wirkungsvoll ist es, wenn wir unsere Beobachtungen, die wir an ihm oder ihr machen, zurückspielen. Ideal ist es, dies in einem kurzen Satz zu tun und dann zu schweigen. In der Regel wird der Partner sich dazu äußern und erklären.

Techniken

  • „Sie beißen sich gerade auf die Lippe.“
  • „Du schaust zu Boden?“
  • „Jetzt werden Sie ganz unruhig.“
  • „Ich habe den Eindruck, dass Du…“

6. Nach Gedanken und Gefühlen fragen

Direkte Fragen zu stellen, ist sicher die aktivste Form des Zuhörens. Konkrete Fragen (hinter denen immer Annahmen stecken), können unseren Gesprächsparnter allerdings von dem abbringen, was er oder sie eigentlich sagen will. Wer fragt, der führt. Um das „Eigentliche“ zu erfahren, sind allgemeine Fragen nach Gedanken und Gefühlen unseres Partners deutlich zielführender.

Techniken

  • „Was geht dir gerade durch den Kopf?“
  • „Wie erleben Sie diese Situation gerade?“
  • „Was löst das in Ihnen aus?“
  • „Wie geht es Dir damit?“
  • „Was fühlst Du dabei?“
  • „Anders gefragt:… ?“

Resümee

Die Mittel aktiven Zuhörens bestätigen unseren Gesprächspartner immer wieder und motivieren diesen, sich zu öffnen und weiter mitzuteilen. Wir selbst nehmen als Zuhörer primär eine passive Rolle ein. Wir stupsen gewissermaßen mit diesen Mitteln unseren Partner nur an und konzentrieren uns dann darauf, ihn oder sie wahrzunehmen und zu verstehen.

Achtung: Aktiv zuhören lässt sich zu unterschiedlichen Zwecken einsetzen. Ein guter Beichtvater tut dies, ein guter Autoverkäufer ebenso.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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