Businesstipps Steuern & Buchführung

Achten Sie besonders auf diese Pflichtangaben bei Rechnungen – Tipp 4. bis 9.

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Sie als Unternehmer eine Rechnung gegenüber einem anderen Unternehmer ausstellen, gilt es stets, die gesetzlichen Pflichtangaben zu machen.

2 min Lesezeit
Achten Sie besonders auf diese Pflichtangaben bei Rechnungen – Tipp 4. bis 9.

Achten Sie besonders auf diese Pflichtangaben bei Rechnungen – Tipp 4. bis 9.

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Dies ist Teil 2 unserer serie „Pflichtangaben auf Rechnungen“. Hier gelangen Sie zu Teil 1, Teil 3 und Teil 4.

4. Fortlaufende Rechnungsnummer

Alle Rechnungen ab einem Rechnungsbetrag von 150,01 € (ab 2017 voraussichtlich 200,01 €) müssen eine fortlaufende Rechnungsnummer beinhalten.

Diese dürfen Sie nach Ihren Wünschen aufbauen. Die Hauptsache ist, dass sie fortlaufend und eindeutig ist. Dabei sind Kombinationen aus Ziffern und Buchstaben, beispielsweise B-007- KR-2004, ebenso zulässig, wie die Bildung von Nummernkreisen, beispielsweise nach Inland und Ausland oder Filialen. Wichtig ist nur, dass der Nummernkreis keine Lücken enthält.

Eine Nummerierung 21, 22, 24, … wäre unzulässig.

Mein Praxis-Tipp für Sie: Verwenden Sie für die Bezeichnung von Nummernkreisen Buchstaben statt Ziffern, beispielsweise I für Inland oder D für Deutschland.

Beispiel: Sie führen für Ihre Ausgangsrechnungen Nummernkreise ein. Die Rechnungsnummer „I 0703-M – 003896 – 17“ hat diese Bedeutung: „I“ = Inlandslieferung, „0703“ = Rechnungsdatum (3. Juli), „M“ = Nummernkreis Auslieferungslager München, „003896“ = fortlaufende Rechnungsnummer, „17“ = Jahr 2017.

5. Menge und Art der Lieferung/Umfang und Art der Leistung

Die gelieferten Gegenstände oder erbrachten Leistungen, die abgerechnet werden, müssen genau bezeichnet werden.

Dabei können Sie auch auf Sammelbezeichnungen wie z. B. Beschläge, Büromöbel, Spirituosen, Tabakwaren, zurückgreifen. Bezeichnungen ganz allgemeiner Art wie Geschenkartikel reichen jedoch nicht aus.

6. Liefer- oder Leistungszeitpunkt sowie Zahlungszeitpunkt

Als Zeitpunkt ist die Angabe des Monats ausreichend. Steht der genaue Liefer- oder Leistungstermin noch nicht fest, geben Sie den voraussichtlichen Termin an.

Wichtig: Rechnen Sie Anzahlungen ab, müssen Sie das auf der Rechnung gesondert vermerken, z. B. „Abrechnung über eine noch zu erbringende Leistung“. Kennen Sie den Zeitpunkt schon, zu dem Sie das Geld vereinnahmen, müssen Sie diesen ebenfalls angeben.

7. Entgelt und Steuerbetrag sowie Steuersatz

Das Entgelt, der Steuerbetrag und der Steuersatz müssen einzeln in der Rechnung aufgelistet oder aufgeschlüsselt werden. Das gilt auch bei Umsätzen, die verschiedenen Steuersätzen unterliegen.

Nur in Ausnahmefällen kann der Steuerbetrag unter Angabe der unterschiedlichen Steuersätze in einer Summe ausgewiesen werden, beispielsweise bei maschineller Erstellung der Rechnung.

Bei Kleinbetragsrechnungen bis 150 € (ab 2017 voraussichtlich 200 €) reichen die Angaben des Gesamtrechnungsbetrags und des Steuersatzes oder des Grundes der Steuerbefreiung.

8. Im Voraus vereinbarte Entgeltminderungen

Im Voraus vereinbarte Entgeltminderungen sind Skonti, Boni oder Rabatte. Sie können den Minderungsbetrag als Netto- oder Bruttowert, aber auch in Prozent angeben, z. B. „3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen“.

9. So lange müssen Rechnungen aufbewahrt werden

Alle Rechnungen, die Sie ausstellen oder erhalten, müssen Sie 10 Jahre aufbewahren.

Einzige Ausnahme: Handelt es sich um Werklieferungen oder sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück gegenüber Privatpersonen, ist diese nur für 2 Jahre aufbewahrungspflichtig. Dieser Hinweis darf in der Rechnung nicht fehlen.

Hier gelangen Sie zu Teil 3 unserer Serie „Pflichtangaben auf Rechnungen“: Das Rechnungs-Abc Teil 1.

Bildnachweis: © ginasanders/123rf.com Lizenzfreie Bilder

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