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Abschlussprüfung: Verhindern Sie das Lernen auf den letzten Drücker

Lesezeit: 2 Minuten Manche Azubis können es einfach nicht lassen: Sie erledigen jeden Job auf den letzten Drücker. Das gilt für Arbeiten im Betrieb, das Schreiben des schriftlichen Ausbildungsnachweises und vor allem auch für das Lernen vor der Abschlussprüfung. Das kann fatale Folgen haben.

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Abschlussprüfung: Verhindern Sie das Lernen auf den letzten Drücker

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In der Fachsprache hat sich der Begriff Bulimie-Lernen durchgesetzt. Damit soll verdeutlicht werden, dass Azubis ihr Prüfungswissen teilweise in letzter Sekunde in sich hineinstopfen, um es am Tag der Prüfung punktgenau herauszuwürgen. Mit einer solchen Strategie sind allerdings Risiken verbunden.

So stellt der eine oder andere Azubi erst ganz zum Ende der Ausbildung fest, welche Thematik er von Grund auf nicht verstanden hat. Es ist ihm zwar gelungen, sich durch die Ausbildung und vor allem durch die Klausuren in der Berufsschule durchzuangeln, aber es gibt grundsätzliche Lücken. Wenn dann die Zeit nicht reicht, diese bis zur Prüfung zu schließen, kann das das Prüfungsergebnis stark beeinträchtigen.

Gerade auch in den praktischen und mündlichen Prüfungen fällt es erfahrenen Prüfern auf, wenn Elementares nicht gelernt oder verstanden wurde. In solchen Fällen ist auch ein komplettes Scheitern in der Abschlussprüfung nicht auszuschließen.

Außerdem birgt eine solche Strategie das Risiko, dass beim Vorbereiten auf die Prüfung manche Fächer zu kurz kommen. Der Azubi ist dann voll darauf konzentriert, aktuelle Lücken in kurzer Zeit zu schließen, so dass er eine optimale Vorbereitung in mittelguten oder guten Fächern nicht gewährleisten kann. Auch das kostet Punkte.

Abschlussprüfung: Sorgen Sie für eine langfristige Vorbereitung

Manch ein Ausbilder hat die Erfahrung gemacht, dass er mit seinem Plädoyer für eine langfristige Vorbereitung auf die Abschlussprüfung nicht ankommt. Daher sollte dem Azubi frühzeitig klargemacht werden, dass eine langfristig angelegte Strategie auch unmittelbar (und nicht nur zum Ausbildungsende) Vorteile hat.

Denn wer regelmäßig lernt, die Theorie der Berufsschule und die Praxis im Betrieb versteht, bei dem fügen sich Wissensbausteine zusammen. Er ist in der Lage, erfolgreich zu arbeiten, erntet tendenziell bessere Noten in der Berufsschule und bessere Beurteilungen im Betrieb. Das gibt nicht nur ein gutes Gefühl, sondern hinterlässt auch Eindruck im Ausbildungsbetrieb. Das kann im Hinblick auf eine Übernahme, gegebenenfalls sogar auf die Wunschposition, entscheidend sein.

Ergreifen Sie daher 3 Maßnahmen:

  1. Sprechen Sie das Thema mit betroffenen Azubis durch. Machen Sie die Nachteile des Bulimie-Lernens deutlich.
  2. Geben Sie Ihren Auszubildenden langfristig Zeit, sich mit ihrem Ausbildungsstoff zu beschäftigen. Möglicherweise macht betriebsinterner Unterricht während der gesamten Ausbildung Sinn. Oder Sie räumen Ihren Azubis einmal in der Woche eine Stunde ein, in der sie sich austauschen und gemeinsam lernen können.
  3. Leben Sie bei Ihren Arbeiten und Aufgaben langfristige Planungen vor. Wenn Sie Ihre Präsentationen und Kundenbesuche ebenfalls auf den letzten Drücker vorbereiten, können Sie vom Azubi beim Lernen kein anderes Verhalten erwarten.

Bildnachweis: © anelina/123rf.com

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