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Abmahnungen bitte immer schriftlich

Lesezeit: < 1 Minute Vor einer Kündigung wegen eines vertragswidrigen Verhaltens ist in aller Regel eine vorherige vergebliche Abmahnung erforderlich. Derjenige, der kündigt, muss aber einerseits beweisen, dass die Abmahnung überhaupt erfolgte. Andererseits muss auch bewiesen werden, dass die Abmahnung formell einwandfrei war. Daher sollte auf eine schriftliche Abmahnung nie verzichtet werden.

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Abmahnungen bitte immer schriftlich

Abmahnungen bitte immer schriftlich

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Abmahnungen können sowohl vom Arbeitnehmer als auch vom Arbeitgeber ausgesprochen werden. Dabei ist die Abmahnung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber in der Praxis sehr viel häufiger als die von einem Arbeitnehmer ausgesprochene Abmahnung. In beiden Fällen wird mit der Abmahnung gerügt, dass vertragliche Pflichten nicht erfüllt werden. Die Abmahnung dient insoweit auch zur Beweissicherung. Außerdem soll sie den Empfänger warnen, dass bei fortgesetzten Vertragsverstößen eine Kündigung erfolgen wird.

Keine gesetzlichen Formvorschriften

Gesetzlich bestehen für die Abmahnungen keine Formvorschriften. Sie sind daher sowohl schriftlich als auch mündlich möglich. Aber das erste, was viele Anwaltskollegen machen, wenn ihnen berichtet wird, dass der Mandant mündlich abgemahnt wurde, ist es, die ordnungsgemäße Abmahnung zu bestreiten. Denn dann muss die Gegenseite beweisen, dass überhaupt und wenn ja, in der notwendigen Form ,abgemahnt wurde. Wenn die Abmahnung nicht schriftlich erfolgte, ist dieser Beweis so gut wie nicht zu führen.

Meine drei Empfehlungen zur Abmahnung

Daher meine drei Empfehlungen:

  1. Wenn Sie einen Vertragspartner abmahnen müssen, machen Sie dies aus Beweisgründen immer schriftlich.
  2. Vergessen Sie dabei nicht, den abgemahnten Pflichtverstoß detailliert zu beschreiben. Unzureichend ist eine Formulierung wie „In den letzten drei Wochen sind Sie viermal zu spät gekommen“ oder ähnlich. Zur detaillierten Beschreibung gehört unter anderem mindestens das Datum, besser auch die Uhrzeit, des Vertragsverstoßes.
  3. Zu einer wirksamen Abmahnung gehört weiter, dass Sie dem Vertragspartner auffordern, sich in Zukunft vertragsgetreu zu verhalten und vor allem, dass Sie auf die Folgen eines weiteren Verstoßes hinweisen. Ich empfehle hier klare Formulierungen ohne jede wenn und aber wie “Im Wiederholungsfall werden wir das Arbeitsverhältnis kündigen.“

Bildnachweis: Drobot Dean / stock.adobe.com

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