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Ablehnung der Bewerbung und Auskunftsanspruch

Lesezeit: < 1 Minute Bewerbung abgelehnt. Muss ein Arbeitgeber, der einen Bewerber ablehnt, mitteilen, ob er jemand anderen eingestellt hat und nach welchen Kriterien er das tat? Dies muss jetzt der EuGH entscheiden.

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Ablehnung der Bewerbung und Auskunftsanspruch

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Ablehnung der Bewerbung – ein AGG-Fall? Die in Russland geborene Frau, jetzt Klägerin im anhängigen Verfahren, bewarb sich um eine Stelle als Softwarentwicklerin. Sie wurde nicht eingestellt und behauptete, sie habe die Voraussetzungen für die ausgeschriebene Stelle erfüllt und sei lediglich wegen ihres Geschlechts, ihres Alters und ihrer Herkunft nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und damit unter Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) diskriminiert worden.

Sie hat zwar auf ihr Alter, ihr Geschlecht und ihre Herkunft hingewiesen, aber keine ausreichenden Indizien dargelegt, die vermuten lassen, dass sie nach AGG benachteiligt worden wäre. Hätte sie dies getan, hätte sich die Beweislast zu ihren Gunsten umgekehrt.

Auskünfte nach Ablehnung der Bewerbung gefordert
Sie verlangte dann Auskunft darüber, ob der Arbeitgeber die Stelle anderweitig besetzt hat und wenn ja, nach welchen Kriterien die Auswahl erfolgte. Nach deutschem Recht besteht dieser Auskunftsanspruch nicht. Ob dies den einschlägigen Antidiskriminierungsrichtlinien des Gemeinschaftsrechts entspricht, wird jetzt der Europäische Gerichtshof zu entscheiden haben.

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