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ABC-Analyse: Sparen Sie bei C-Artikeln

Lesezeit: 2 Minuten Mit der ABC-Analyse lenken Sie im Einkauf Ihren Blick auf die wichtigen A-Artikel. Doch es gibt durchaus auch einige Möglichkeiten, wie Sie bei C-Artikeln sparen können. Dabei geht es weniger um die Artikel selbst, sondern vor allem um eine Optimierung der Einkaufsprozesse.

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ABC-Analyse: Sparen Sie bei C-Artikeln

ABC-Analyse: Sparen Sie bei C-Artikeln

Lesezeit: 2 Minuten

Ihr Unternehmen wird erfahrungsgemäß – gemessen am Wert bzw. Anteil an den gesamten Beschaffungskosten – wichtige (A-Artikel), weniger wichtige (B-Artikel) und vergleichsweise unwichtige Produkte und Leistungen (C-Artikel) beziehen. Anders als bei C-Artikeln, bei denen Sie sehr viele Kostenpositionen zusammentragen müssten, um einen bestimmten Einspareffekt zu erreichen, genügen bei A-Artikeln oftmals schon einige wenige.

Hinweis: Grundsätzlich trennen Sie mit der ABC-Analyse das Wesentliche vom Unwesentlichen. Hierdurch konzentrieren Sie Ihre Aktivitäten auf Bereiche mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung (A-Artikel).

Unterscheiden Sie zwischen A-, B- und C-Artikeln

Die Einteilung in A-Artikel, B-Artikel und C-Artikel orientiert sich am mengen- und wertmäßigen Anteil eines Artikels am Umsatz oder am gesamten Materialeinsatz:

  • A-Artikel sind wertmäßig von großer Bedeutung (etwa 70 bis 80 %).
  • B-Artikel sind sowohl hinsichtlich der Menge (etwa 20 bis 30 %) als auch hinsichtlich des Wertes (etwa 10 bis 20 %) von mittelmäßiger Bedeutung. Häufig gehören zu den B-Gütern weniger häufig eingesetzte Materialien, Rohstoffe oder auch Hilfs- und Betriebsstoffe.
  • C-Artikel sind mengenmäßig sehr bedeutsam (etwa 60 bis 70 %), wertmäßig hingegen eher weniger (etwa 5 bis 10 %). Zu den C-Artikeln gehören vor allem Verbrauchsmaterialien und Kleinwerkzeuge.

Unterschiedliche Sparmöglichkeiten bei A-, B- und C-Artikeln

Die Möglichkeiten, um bei A-, B- und C-Artikeln Kosten zu sparen, sind sehr unterschiedlich. Während es bei A-Artikeln vor allem darum geht, die Kosten für das Produkt selbst zu verringern, lassen sich bei C-Artikeln Kostenreduzierungen vor allem durch Verbesserungen der Einkaufsprozesse realisieren.

Möglichkeiten, um bei C-Artikeln Kosten zu sparen

Bei C-Artikeln fallen die Artikelkosten weniger ins Gewicht. Wollen Sie bei C-Artikeln Kosten sparen, kommt es vor allem darauf an, die Prozesskosten für Bestellung, Verpackung, Lieferung etc. möglichst gering zu halten. Durch geschickte Planung der Beschaffung können Sie in der Regel deutlich mehr einsparen als z. B. durch Preisverhandlungen.

Ihre Einsparmöglichkeiten bei C-Artikeln:

  • Optimieren Sie bei C-Artikeln Ihre Bestellprozesse durch Nutzung von Bestellvorschlagslisten, die bei Unterschreiten des Meldebestandes eine Bestellung auslösen
  • Beschaffen Sie C-Artikel über Rahmenverträge
  • Schließen Sie für C-Artikel mit Ihren Lieferanten Abrufverträge ab
  • Konzentrieren Sie sich bei C-Artikel auf wenige, aber leistungsfähige Lieferanten
  • Versuchen Sie, bei C-Artikeln Abrufe nicht durch den Einkauf auszulösen, sondern direkt durch die Bedarfsträger
  • Betreiben Sie bei C-Artikeln keinen großen Aufwand zur Überwachung von Lagerbeständen
  • Beschränken Sie sich bei C-Artikeln auf Stichprobeninventuren
  • Tendenziell gilt bei C-Artikeln: Lieber wenige Bestellungen und höhere Meldebestände als umgekehrt
  • Bemessen Sie bei C-Artikeln die Sicherheits- und Meldebestände eher großzügig
  • Reduzieren Sie bei C-Artikeln den Verwaltungsaufwand für die Rechnungskontrolle
  • Vereinbaren Sie mit Ihren Lieferanten bei C-Artikeln Sammelrechnungen

Bildnachweis: baranq / stock.adobe.com

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