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7 Punkte, die Sie bei der Einstellung von Ferienjobber beachten sollten

Lesezeit: 2 Minuten Mit dem Ferienbeginn stellen sich viele Unternehmer auch die Frage, ob Ferienjobber einzustellen sinnvoll und sogar vorteilhaft sein kann. Der kleine Aushilfsjob während der Ferienzeit füllt nicht nur die Taschen der Schüler auf, sondern kann unter Umständen auch für den Arbeitgeber Vorzüge bedeuten.

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7 Punkte, die Sie bei der Einstellung von Ferienjobber beachten sollten

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Weiterhin könnten sich Schüler so erstmals ein Bild von einem Job machen, der später unter Umständen als Ausbildung begonnen werden soll.

Um bei der Einstellung von Ferienjobbern nicht aufs rechtliche Glatteis zu gelangen, sollten Arbeitgeber aber grundsätzliche Regelungen beachten. Diese existieren zum Schutz der in der Regel noch unter 18-Jährigen und regeln zugleich deren Arbeitszeiten. Arbeitgeber, die diese Regelungen und Gesetze für Ferienjobber missachten oder schlicht nicht kennen, laufen Gefahr entsprechende Warnungen, Bußgelder und sogar Anstellungssperren für Ferienjobber zu erhalten.

Sieben Punkte, die Sie bei der Anstellung der Ferienjobber berücksichtigen müssen

1. Wer kommt überhaupt für einen Ferienjob in Frage?

Klassische Ferienjobs sind erst für Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr erlaubt. Die Zustimmung der Eltern wird, weil die Kinder nicht volljährig sind, zwingend notwendig. Kinder, die noch nicht 13 sind, sind pauschal von der Arbeit ausgeschlossen und dürfen daher nie angestellt werden. Zudem dürfen die minderjährigen Ferienjobber nicht mehr als 20 Tage pro Kalenderjahr arbeiten. Wer für einen Ferienjob auf Studenten statt klassische Schüler zurückgreift, muss diese strengen Arbeitsvorschriften nicht berücksichtigen, da die Studenten bereits volljährig sind.

2. Was gilt es bei der Arbeit selber zu berücksichtigen?

Weitere gesetzliche Vorschriften zum Schutz der Minderjährigen existieren auch in der Tätigkeit selber, die der Arbeitgeber von seinem angestellten Ferienjobber abverlangt. Ist dieser noch nicht 18, darf er nicht im Akkord arbeiten, keine Nachtschichten ausführen und außerdem nicht am Fließband eingesetzt werden. Außerdem dürfen die Aushilfskräfte in der Ferienzeit keine körperlich schwere Arbeit ausführen, wenn sie noch nicht volljährig sind. Ansonsten gilt es natürlich den Kontakt zu jugendgefährdendem Material zu verhindern: sie dürfen also beispielsweise nicht mit Pornografie in Kontakt kommen.

3. Regelungen zu Arbeitszeiten von minderjährigen Ferienjobbern

Auch die Arbeitszeiten unterliegen den deutschen Regelungen zum Arbeitsrecht. Minderjährige dürfen im Normalfall daher nur zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten, eine Ausnahme ist die Gastronomie, wo auch bis 22 Uhr gearbeitet werden dürfte. Bäckereien und die Landwirtschaft dürfen ihre Ferien-Aushilfskraft schon ab 5 Uhr anfangen lassen. Minderjährige dürfen zudem nie mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten.

4. Regelungen für studentische Aushilfskräfte in den Semesterferien

Volljährige Studenten unterliegen keiner beschränkten Arbeitszeit, wobei die allgemein gültige Höchstdauer nicht dauerhaft überschritten werden sollte. In der Vorlesungszeit ist die maximale Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche beschränkt. Sehr individuelle Ausnahmen existieren für Werksstudenten, da diese privilegiert behandelt werden.

5. Erhalten Ferienjobber Urlaubstage?

Sofern diese befristet angestellt werden, haben sie auch einen Anspruch auf Urlaub, welcher sich an der Gesamtdauer des Arbeitsverhältnisses orientiert. Gewährt ein Unternehmen 30 Tage Urlaub im Jahr, würde ein Ferienjobber bei einer Anstellung von einem Monat also 2,5 Tage Urlaub gewährt bekommen.

6. Notwendige Anmeldungen erfüllen

Kurzweilige Arbeitskräfte in den Ferien gelten rein rechtlich als kurzfristig Beschäftigte, weshalb sie der Minijob-Zentrale mitgeteilt werden müssen. Sie sind zwar sozialversicherungsfrei, dennoch fällt mitunter eine Lohnsteuer an. Weitere Zusatzbeträge muss der Arbeitgeber nicht leisten. Die Pflege-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung fällt also weg.

7. Vorschriften beim Gehalt beachten

Sind die Aushilfskräfte volljährig und haben eine abgeschlossene Berufsausbildung, muss Ihnen der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werden. Dieser gilt auch für volljährige Schüler. Der Verdienst ist auf 450 Euro pro Monat und damit eine Arbeitszeit von 52,9 Stunden monatlich begrenzt.

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