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6 Fakten rund um den Betriebsrat

Lesezeit: 2 Minuten Arbeitgeber hören dies gar nicht gerne, aber Betriebsräte sind durchaus wichtig und bringen viele Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Von einem guten Betriebsrat können beide Seiten profitieren, denn dieser ist das Sprachrohr der Angestellten.

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6 Fakten rund um den Betriebsrat

6 Fakten rund um den Betriebsrat

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Wir zeigen Ihnen, warum sich die Gründung eines Betriebsrats lohnt, welche Vorteile dieser hat und welche Aufgaben auf einen diesen zukommen.

  1. Warum
  2. Sprachrohr
  3. Typische Aufgabengebiete
  4. Allgemeine Aufgabenfelder
  5. Besondere Aufgaben
  6. Echte Mitbestimmung

1. Warum sollten Betriebsräte gegründet werden?

Betriebsräte bringen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber vielseitige Vorteile mit sich. Mit einem engagierten Betriebsrat kann der Arbeitgeber von motivierten Mitarbeitern profitieren, die sich wohlfühlen und gerne im Unternehmen arbeiten. Die meisten Vorteile kann natürlich die Arbeitnehmerseite für sich verbuchen. Betriebsräte stellen sicher, dass die Belegschaft bei wichtigen Entscheidungen mit ihrer Meinung vertreten ist. Bei Beschwerden oder Fragen können die Sprechstunden der Betriebsräte aufgesucht werden.

2. Funktion als Sprachrohr

Arbeitnehmer werden durch Befragungen von Seiten des Betriebsrats an der Unternehmensführung beteiligt. Die Interessen von Arbeitnehmern werden gebündelt vorgetragen, was mehr Gewicht hat als die Meinung eines Einzelnen. Betriebsräte können eigene Ideen entwickeln und die Unternehmensführung aktiv beeinflussen.

Viele Arbeitgeber verlieren bei ihren unternehmerischen Entscheidungen schnell die Belange der Belegschaft aus den Augen. Viele Entscheidungen sind mit unzumutbaren Härten für die Belegschaft verbunden. Bei Kündigungen muss der Betriebsrat unter bestimmten Umständen sogar zustimmen – ansonsten sind Kündigungen unwirksam. Betriebsräte können bei sozialen, personellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten mitreden.

3. Typische Aufgabengebiete eines Betriebsrats

Der Betriebsrat besitzt ein umfassendes Mitspracherecht. Dieser kann eine Erhöhung von Arbeitsentgelten durchsetzen und Arbeitszeiten regeln. Urlaubsregelungen sowie technische Einrichtungen können ebenfalls besprochen werden. Bei beabsichtigten Kündigungen müssen die Betriebsräte vor deren Aussprache gehört werden.

Einstellungen, Versetzungen und Beurteilungen dürfen ohne Genehmigung eines Betriebsrats nicht durchgeführt werden. Bei mehr als 100 Arbeitnehmern muss der Betriebsrat einen zusätzlichen Wirtschaftsausschuss gründen, welcher die wirtschaftlichen Belange des Unternehmens überprüft und dabei beratend zur Seite steht. Betriebsräte besitzen bei verschiedenen Angelegenheiten ein Mitspracherecht. Dazu gehören Betriebsänderungen, Produktions- und Investitionsprogramme, Fabrikations- und Arbeitsmethoden sowie finanzielle und wirtschaftliche Angelegenheiten des Unternehmens.

4. Die allgemeinen Aufgabenfelder von Betriebsräten

Betriebsräte besitzen umfassende Rechte. Dazu gehören unter anderem die folgenden – abstrakt gehaltenen – Rechte:

  • Antragsrecht
  • Überwachungsrecht
  • Förderungsrecht
  • Hinzuziehung von Sachverständigen
  • Mitbestimmungsrecht
  • Abschluss freiwilliger Betriebsvereinbarungen
  • Unterrichtungs- und Beratungsrecht
  • Anhörungsrecht
  • Mitbestimmungsrecht bei Kündigungen

5. Besondere Aufgaben von Betriebsräten

Viele Personen unterschätzen die Aufgaben, die auf Betriebsräte zukommen. Dabei müssen Betriebsräte umfangreiche Funktionen wahrnehmen, die nicht einfach zu stemmen sind. Betriebsräte müssen darauf achten, dass die geltenden Gesetze zu Gunsten der Belegschaft eingehalten werden. Dazu zählen Verordnungen, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und Unfallverhütungsvorschriften.

Beim Arbeitgeber müssen Maßnahmen beantragt werden, die der Belegschaft und dem Betrieb dienen. Bei der Einstellung und im beruflichen Alltag muss die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gefördert werden. Außerdem müssen Aus-, Weiter- und Fortbildungen gefördert werden, damit ein beruflicher Aufstieg der Belegschaft möglich ist. Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie muss gefördert werden.

Damit den Bedürfnissen der nachkommenden Generation gerecht wird, muss eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt werden. Besonders schutzbedürftige Personen und Schwerbehinderte müssen durch den Betriebsrat in den Betrieb eingegliedert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt unter anderem auf älteren Arbeitnehmern und ausländischen Teilen der Belegschaft.

6. Die echte Mitbestimmung

Die echte Mitbestimmung ist die wohl stärkste Form der Mitbestimmung durch den Betriebsrat. Die echte Mitbestimmung erfolgt vorrangig bei sozialen Angelegenheiten. Der Arbeitgeber darf Kündigungen beispielsweise nur dann aussprechen, wenn der Betriebsrat diesen zustimmt. Sollten sich Arbeitgeber und Betriebsrat nicht einigen, wird eine Einigungsstelle gebildet, die verbindlich bestimmt, was geschieht.

Bildnachweis: eccolo / stock.adobe.com

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