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5 Tipps für den Firmenverkauf

Alter, Umorientierung oder Strategie – es gibt viele Gründe, aus denen Unternehmen verkauft werden. Und in jedem Fall gilt es einiges zu beachten. Welche 5 Tipps beim Firmenverkauf helfen, zeigt dieser Artikel.

5 Tipps für den Firmenverkauf

5 Tipps für den Firmenverkauf

1. Den Firmenwert genau kennen

Ganz gleich, was man verkauft – man sollte immer den Wert dessen, was zu Verkauf steht, kennen. Auch beim Firmenverkauf gilt: Zunächst sollten Unternehmer den Unternehmenswert berechnen. Nur so können sie mit realistischen Preisvorstellungen in die Verhandlungen gehen und sind weder zu günstig noch zu teuer.

Es ist jedoch gar nicht so einfach, den Wert eines Unternehmens zu bestimmen. Hier kommen aktuelle Kennzahlen zum Einsatz. Zudem muss einiges beachtet werden. Während das Unternehmensvermögen recht offensichtlich ist, gehören auch Faktoren wie die Mitarbeiter zu wichtigen Aspekten.

Grundsätzlich gilt: Ein Kaufinteressent sieht eine Firma immer aus einem anderen Blickwinkel als der Unternehmer oder Geschäftsführer selbst. Mit einer Unternehmensbewertung gehen beide Seiten auf Nummer sicher.

2. Genug Zeit für die Planung nehmen

Gute Planung ist bei den meisten Vorhaben das A und O. Nur wer frühzeitig damit anfängt, den Firmenverkauf zu planen, kann alle relevanten Faktoren berücksichtigen. Ein überstürzter Verkauf ist nicht anzutragen – abgesehen davon, wie die Außenwirkung bei einem Vorhaben aussieht.

Wer sich dazu entschlossen hat, ein Unternehmen zu verkaufen, sollte etwa 10-18 Monate einberechnen. Dies ist die typische Dauer für den Firmenverkauf. Natürlich kann es je nach Art der Firma und besonderen Gegebenheiten länger oder kürzer dauern.

Damit der Verkauf auch wirklich so abläuft, dass es sich für den Verkäufer lohnt, sollte der Nachfolgeprozess bereits einige Jahre im Vorfeld geplant werden. Es hilft, sich 2-5 Jahre vorher mit dem Szenario auseinanderzusetzen. So lassen sich böse Überraschungen verhindern.

Doch wie sieht das Leben nach dem Unternehmensverkauf aus? Auch dies ist eine berechtigte Frage und sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Wer keine Pläne für danach hat, kann es nach dem Verkauf schwer haben. Einer der bedeutendsten Stolpersteine ist der emotionale Ablöseprozess.

3. Verantwortung abgeben und offen bleiben

Insbesondere kleine Betriebe sind stark von ihrem Inhaber abhängig. Das betrifft so ziemlich jeden Bereich: seien es die Kundenbeziehungen oder das allgemeine Know-how. Das macht es nicht nur für Unternehmer selbst schwer, eine Firma zu verkaufen. Es kann auch mit einem großen Risiko für den Betrieb einhergehen. Denn spätestens nach der Übergangszeit wird ein wichtiger Teil wegfallen.

Somit ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld ein wenig Verantwortung abzugeben. Das bedeutet nicht, dass man alles schleifen lassen sollte. Im Gegenteil: Unternehmer, die ihre Firma verkaufen möchten, sollten ihre Verantwortung an andere übertragen und sich Schritt für Schritt zurückziehen. Es hilft, wenn alle Mitarbeiter aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Zudem sollten Unternehmer immer offen bleiben. In manchen Fällen steht der Nachfolger schon fest. Dieser eine Mitarbeiter, von dem man selbst so überzeugt ist, soll das Unternehmen führen. Doch womöglich gibt es andere Optionen. Hier sollte man die Augen offen halten und sich nicht zu sehr festfahren.

4. Daten und Fakten sammeln

Wer sich aus einem Unternehmen zurückzieht oder es aus irgendeinem Grund verkauft, sollte vor dem Rücktritt alle wichtigen Fakten sammeln. Womöglich gibt es da diesen einen Kunden, welchen man schon seit 10 Jahren betreut, nur gibt es keinen schriftlichen Vertrag. Dann sollte dies schleunigst nachgeholt werden. Immerhin haben Kaufinteressenten ansonsten nur schwer eine Grundlage, auf der sie eine fundierte Planung erstellen können.

Somit sollten Unternehmer alles zusammentragen, was sie haben, und Fakten dort sammeln, wo sie fehlen. Nur damit hat man wahre Verkaufsargumente in der Hand, die dabei helfen, die Firma an einen passenden Käufer zu verkaufen.

5. Kommunikation als Schlüssel

Schon während des Alltags ist Kommunikation essenziell. Besonders sollte sie aber bei so wichtigen Angelegenheiten wie dem Verkauf der Firma nicht außer acht gelassen werden. Unternehmer sollten offen mit ihren Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden und Geschäftspartnern sprechen. So ist jeder auf den Tag X vorbereitet und der Firmenverkauf kommt für niemanden plötzlich. Zudem sollten Unternehmer nicht den Moment verpassen, jemanden aktiv auf die Position des Nachfolgers anzusprechen, falls dies gewünscht ist.

Darüber hinaus können Experten jedem Unternehmer, der seine Firma verkaufen will, ans Herz legen, sich einer Beratung zu unterziehen. Sowohl der Nachfolgeprozess als auch der Verkauf einer Firma gehen mit vielen Besonderheiten einher. Nicht selten werden in der Flut an Informationen und dem vielfältigen Handlungsbedarf Aspekte vernachlässigt. In einer Beratung erfahren Unternehmer alles, was sie über den Firmenverkauf wissen müssen.

Bildnachweis: metamorworks / stock.adobe.com

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