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5 Gründe, warum Ihr nächstes Projekt schiefgeht

5 Gründe, warum Ihr nächstes Projekt schiefgeht
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geschrieben von Tim Wiengarten

Kennen Sie das? Neue Geschäftsideen schießen Ihnen täglich durch den Kopf. Und manchmal sind welche dabei, die Sie irgendwie fesseln, Sie am Einschlafen hindern, Sie unruhig machen, weil Sie unbedingt dieses eine Projekt angehen wollen. Häufig ist es aber dann so, dass nach einigen Tagen oder Wochen die Motivation hinter diesen großen Ideen plötzlich abnimmt. Ihr großer Plan stirbt ab, bevor er überhaupt richtig begonnen wurde. Das ist tragisch, weil viele Ihrer Geistesblitze womöglich profitable und erfüllende Unternehmungen geworden wären. Also: Warum ist das so?

Sie strotzen vor Motivation! Das ist die Idee! Sie können kaum ruhig sitzen, weil Sie Ihr Projekt jetzt sofort angehen müssen! Menschen, die wie Entrepreneure denken, kennen das. Doch bald scheint die Idee gar nicht mehr so verfolgenswert, das Feuer lässt nach und irgendwann, nachdem Sie sich lang genug in Prokrastination geübt haben, ist es ganz erloschen. Bis zur nächsten Idee. Und das nervt.

Wenn wir verstehen, worin dieses Phänomen begründet liegt, bin ich überzeugt, dass wir es deutlich bremsen und die notwendigen Schritte einleiten können, um Ihr Projekt am Brennen zu halten und Schritt für Schritt Ihrem Ziel näher zu kommen. Fünf Gründe, die mir wahrscheinlich erscheinen, habe ich hier zusammengefasst:

Sie sehen keine Ergebnisse in Ihrem Projekt

Wir leben in einer Zeit, in der wir daran gewöhnt sind, dass alle Dinge rasend schnell ablaufen. Während wir beispielsweise früher einen Begriff, den wir nicht kannten im Lexikon nachgeschlagen haben oder sogar in die Bibliothek gefahren sind, findet Google heute in Bruchteilen einer Sekunde nahezu jede erdenkliche Information dazu. Daran haben wir uns gewöhnt.

Ihre Ideen brauchen im Gegensatz dazu aber Zeit, um zu reifen. Diesen Prozess vorzeitig abzubrechen, weil man nicht nach wenigen Tagen schon einen Fortschritt erkennt, ist der sichere Weg, hervorragende Ansätze unnötig zu verbrennen. Erinnern Sie sich daran, was Ihr Ziel war und warum Sie dieses Ziel zu Beginn so fasziniert hat.

Ein Trick: Nehmen Sie sich Stift und Papier, gehen Sie an die frische Luft oder dorthin, wo Sie sich wohl fühlen und erstellen Sie sich einen Schritt-für-Schritt-Plan. Sie werden schnell erkennen, dass Sie noch ganz am Anfang stehen. Aber zu sehen, was zu tun ist, um Ihr Ziel zu erreichen, wird Ihnen einen ganz besonderen Motivationskick geben.

Sie sind sich nicht über den nächsten Schritt im Projekt im Klaren

Das wird ständig passieren, sollte Sie aber nicht aufhalten. Sie sind nur an einem kleinen Hindernis angelangt. Also suchen Sie weiter nach wichtigen Informationen, fragen Sie jemanden nach Hilfe und lassen Sie das Hindernis hinter sich.

Verlassen Sie sich auch getrost auf Ihr Bauchgefühl, bevor Sie sich auf gar nichts mehr verlassen. Schlimmer als falsche Entscheidungen sind gar keine Entscheidungen.

Ihr Projekt ist Ihnen plötzlich nicht mehr so wichtig

Aus irgendeinem Grund haben Sie die Motivation an Ihrem Projekt verloren. Hier ein paar Tipps, was Sie dagegen tun können:

  • Lesen Sie ein inspirierendes Buch (Tipps: „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin oder „Mach dein Ding!“ von Thilo Baum)
  • Erinnern Sie sich daran, warum Sie einmal in Ihren Plan verliebt waren. Denken Sie an die Situation, in der Sie sich befinden werden, wenn Sie Ihr Ziel erreichen.
  • Gehen Sie mit einem Freund oder einer Freundin einen Kaffee trinken und reden Sie über Ihre Idee. Das zeigt einem oft ganz neue Blickwinkel.
  • Machen Sie eine Pause. Fahren Sie ein Wochenende weg und lassen Sie den Laptop zuhause. Verschaffen Sie sich eine Fastenzeit von Ihrer Idee. Machen Sie alles, aber nichts, was mit Ihrem Projekt zu tun hat. Wenn Sie zurückkommen, sieht die Sache plötzlich wieder ganz anders aus.

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Idee für das Projekt wirklich so toll ist, wie Sie einmal dachten

Oh ja, das passiert. Und wenn die Zweifel plötzlich die anfängliche Begeisterung überwiegen, dann nervt das richtig. Aber Sie können folgendes tun:

So abgegriffen es klingt: Denken Sie positiv! Sobald Sie Ihre Einstellung auf Erfolg gepolt haben, wird er mit viel größerer Wahrscheinlichkeit auch kommen. Und fragen Sie sich auch: Was ist das schlimmste, was Ihnen passieren kann?

Ist das wirklich etwas, wovor Sie Angst haben müssen? Was brauchen Sie wirklich, um leben zu können? Wird das wirklich von Ihrer Idee aufs Spiel gesetzt? Ist es wirklich so schlimm, dass Sie nun wie ein Reh im Scheinwerferlicht erstarren? Nein? Dann machen Sie weiter!

Jemand anderes macht das Gleiche. Nur irgendwie besser

Na und? Wenn noch jemand Ihr Projekt für umsetzenswert hält – spricht das nicht dafür, dass Sie gut ist? Und wenn derjenige auch noch Geld damit verdient, dann hey! Ihre Markterprobung wird Ihnen gerade auf dem Tablett serviert!

Haben Sie einmal gezählt, wie viele Pizzerien sich in Ihrem Stadtviertel befinden? Eine gute Idee kann von mehreren umgesetzt werden. Achten Sie nur darauf, dass Ihre Umsetzung Ihre persönliche Handschrift trägt und sie so unverwechselbar wird. Und wenn Sie dann noch hervorragende Ideen finden, warum die Leute zu Ihnen kommen sollen, dann kann Ihrem Erfolg doch fast nichts mehr im Wege stehen, oder?

Ich wünsche Ihnen viel Energie und Motivation für Ihre Idee. Auf dass Sie gemeinsam durch dick und dünn gehen!

Bildnachweis: opolja / stock.adobe.com

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