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4 Fragen, was am Arbeitsplatz erlaubt ist und was nicht

Lesezeit: 2 Minuten Während der Arbeitszeit chatten, SMS schreiben, im Internet surfen und Musik hören: Für manchen Arbeitnehmer enden diese kleinen Auszeiten im Betrieb mit einer unangenehmen Überraschung – nämlich mit einer Abmahnung oder gar einer Kündigung. Was am Arbeitsplatz erlaubt ist und was nicht – wir sagen es Ihnen!

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4 Fragen, was am Arbeitsplatz erlaubt ist und was nicht

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Wenn Sie von einer Abmahnung oder Kündigung betroffen sind, wenden Sie sich an Fachanwälte wie Ina Marie Koplin – sie beraten Sie in allen Fragen des Arbeitsrechts.

1. Ist Musik am Arbeitsplatz erlaubt?

Gedudel während der Arbeit wird von vielen, auch vielen Chefs, als störend empfunden. Ein generelles Radioverbot am Arbeitsplatz ist aber nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts nicht rechtens (Az. 1 ABR 75/83). Nur, wenn die Musikbeschallung Mitarbeiter oder Kunden störe, könne sie untersagt werden. Für einige Berufszweige gelten andere Bestimmungen: Kraftfahrer zum Beispiel sollten am Steuer keine Kopfhörer tragen.

2. Handynutzung am Arbeitsplatz erlaubt?

Das Direktionsrecht gibt Arbeitgebern die Befugnis, im Betrieb den Mitarbeitern die Handynutzung zu untersagen. Laut Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz gehöre es zu den selbstverständlichen Pflichten der Mitarbeiter, dass diese während der Arbeitszeit von der aktiven und passiven Nutzung der privaten Handys absehen (Az. 6 TaBV 33/09).

In (privaten) Notfällen dürfen Arbeitnehmer aber das Firmentelefon nutzen, auch wenn anderslautende Verbote bestehen. Den Akku des eigenen Handys ohne Erlaubnis des Chefs im Büro aufzuladen ist übrigens riskant: Dies ist laut LAG Köln "Stromdiebstahl" und rechtfertigt zumindest eine Abmahnung (Az. 3 Sa 408/11).

3. Privates Surfen am Arbeitsplatz erlaubt?

Schnell mal private E-Mails checken, in sozialen Netzwerken surfen oder kurz eine Onlinebestellung aufgeben – das sind allesamt riskante Manöver! Denn was die private Nutzung des Internets im Betrieb angeht, gilt immer noch: Alles, was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten. Grundsätzlich ist der Arbeitgeber berechtigt, die private Nutzung von Betriebsmitteln wie Computern zu verbieten. Verstöße können mit einer Abmahnung oder sogar mit einer Kündigung geahndet werden.

Aber auch, wenn privates Internetsurfen am Arbeitsplatz erlaubt ist, müssen Arbeitnehmer aufpassen: Wer beispielsweise Tausende von Film- und Musikdateien herunterlädt, kann mit einer Kündigung bestraft werden – auch ohne vorherige Abmahnung (LAG Schleswig-Holstein, Az. 1 Sa 421/13). Ebenso kann eine Kündigung erfolgen, wenn der Arbeitnehmer so viel Zeit damit verbringt, die eigenen Mails zu lesen und zu beantworten, dass die eigentliche Tätigkeit vernachlässigt wird (LAG Niedersachsen, Az. 12 Sa 875/09).

4. Sind Äußerungen im Internet über den Arbeitsplatz erlaubt?

Vorsicht ist in sozialen Netzwerken wie Facebook geboten! Wer hier gegen Chefs oder Kollegen wettert, riskiert ebenfalls seinen Job! Das LAG Hamm etwa bestätigte die fristlose Kündigung eines Auszubildenden, der seinen Vorgesetzten im Internet als "Menschenschinder" und "Ausbeuter" beschimpft hatte (Az. 3 Sa 644/12). 

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