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100% Vorsteuer aus Bewirtungskosten erstatten lassen

Lesezeit: < 1 Minute Die deutsche Regelung, nach der Sie nur 70% der Vorsteuer aus Rechnungen über die Bewirtung von Geschäftsfreunden ziehen dürfen, verstößt möglicherweise gegen EU-Recht. Das geht jedenfalls aus einem Urteil des Finanzgerichts München hervor (Finanzgericht München, 13.11.2003, Aktenzeichen: 14 K 3488/02).

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100% Vorsteuer aus Bewirtungskosten erstatten lassen

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Beim Bundesfinanzhof ist jetzt ein Verfahren anhängig, das endgültige Klärung bringen soll (Aktenzeichen: V R 76/03). Deshalb die Empfehlung: Machen Sie 100% Vorsteuerabzug geltend. Teilen Sie dem Finanzamt aber auch ausdrücklich mit, dass Sie das tun. Zur Begründung verweisen Sie auf das Urteil des Finanzgerichts München und das anhängige Verfahren beim BFH.

In einer jetzt veröffentlichten Verfügung hat die Oberfinanzdirektion Nürnberg (2.4.2004, Aktenzeichen: S 7303a-4/St 43) die Finanzämter zwar angewiesen, alle Anträge auf den vollen Vorsteuerabzug bei Bewirtungskosten abzulehnen. Legen Sie dagegen Einspruch ein, bestimmt die Verfügung aber auch, dass die Entscheidung darüber ausgesetzt wird und einem gleichzeitigen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stattgegeben werden soll.

Das heißt im Klartext: Bis der Bundesfinanzhof darüber entschieden hat, können Sie beim vollen Vorsteuerabzug bleiben. Fällt das Urteil in Ihrem Sinne aus, haben Sie sich dann durch Ihren Einspruch viel Geld gesichert. Wenn nicht, müssen Sie die 30% zwar nachzahlen, hatten bis dahin aber immerhin einen Liquiditäts- und Zinsvorteil.

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