Sozial- und Bildungsmanagement

Moderne Hausfrau und psychische Belastungen: Im Arbeitsplatz leben

Die moderne Hausfrau: Psychische Belastungen ergeben sich auch daraus, dass die Hausfrau in ihrem Arbeitsplatz lebt. Während jeder erwerbstätige Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin den Arbeitsplatz am Ende der Arbeit verlassen kann, lebt eine Haustätige in ihrem Arbeitsplatz.

Innerhalb seines Arbeitsbereiches auch zu leben bedeutet, sich einer besonderen psychischen Belastung auszusetzen. Mit dem Wohnumfeld ist auch die damit verbundene Arbeit ständig gegenwärtig. Die Möglichkeit, sich zu entspannen, bedarf in einer solchen Situation, eines "gesunden Egoismus".

Moderne Hausfrau und psychische Belastungen: Die innere Oase der Ruhe
Damit wir innerhalb unseres Lebens- und Arbeitsbereiches nicht immer nur die Arbeit wahrnehmen, müssen wir uns auf uns selbst besinnen können. Auch unseren Partnern müssen wir klar machen, dass sie unter anderen Bedingungen arbeiten.

Meist kann der Mann von der Arbeit in die "Oase der Ruhe", in den "Schoß der Familie" zurückkehren. Hier kann er Dinge tun, die er auf der Arbeit nie tun könnte. Das Zuhause ist für ihn der Ort, um Kraft zu tanken. Der Mann hat zwei Lebensbereiche, seinen Arbeitsplatz und seine Familie.

Moderne Hausfrau und psychische Belastungen: Schutzwall
Im Zusammenhang zweier Lebensbereiche leben die Männer häufig auch ihre alten Rollenmuster aus: Nach außen stark – nach innen schwach. Noch immer gilt der Mann als Bollwerk der Familie. Gemäß dieser Vorstellung versuchen viele Männer nach außen hin auch wirken und sich als Ernährer der Familie darzustellen. Ihre Erschöpfung, ihren Frust und ihre Kraftlosigkeit zeigen sie nur innerhalb der Familie.

Dies vermittelt vielen Frauen das Gefühl, dass sie ihre Partner in ähnlicher Weise umsorgen müssen, wie sie dies für die Kinder bereits tun. Letztlich kehrt der Mann schwach und Schutz suchend nicht zu seiner Frau, sondern zur Mütterlichkeit seiner Frau zurück.

Frauen sollten sich aber nicht als Mütter ihrer Partner fühlen. Unsere Partner sind keine zu pflegenden und zu umsorgenden Kinder. Sie sollten gleichberechtigte Partner einer Beziehung sein, die beiderseitige Rücksichtnahme erfordert und beiderseitigen Schutzbedürfnissen gerecht werden sollte.

Moderne Hausfrau und psychische Belastungen: Eigenes Schutzbedürfnis
Frauen haben, genau wie ihre Männer, auch ein Anrecht auf Versorgung und Rücksichtnahme. Aber wie steht es um diese Bedürfnisse der Frauen? Frauen als Haustätige kennen einen Lebensbereich und ihre Arbeitszeit hat theoretisch und praktisch keine Beschränkung.

Wohin soll oder kann sie gehen, um wieder zu neuen Kräften zu gelangen? Hier sind vor allem die Partner gefragt. Die Partner sollten erkennen, dass ihrem eigenen 8-Stunden-Arbeitstag ein 24-Stunden-Arbeistag ihrer Partnerin gegenüber steht.

Wenn die Frauen ihren Männern den Rücken frei halten, dann sollten auch die Männer ihren Frauen den Rücken stärken. Frauen benötigen ebenso wie ihre Männer, eigene Freiräume und Entspannungsphasen. Doch den Männern wird die Notwendigkeit ihrer Hilfe nur bewusst werden, wenn sie die Tätigkeit der Frau im Haushalt als kräftezehrenden und anspruchsvollen Beruf erachten. Gegenseitige Hilfe kann nur aus gegenseitiger Anerkennung erwachsen.

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Dr. Britta Kanacher