Sozial- und Bildungsmanagement

Interkulturelle Öffnung braucht neue Einstellungen

Interkulturelle Öffnung braucht neue Einstellungen. Alle Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe sollten über gegeben Haltungen hinweg zu einem notwendigen Miteinander gelangen. Hinsichtlich der Interkulturellen Öffnung wird häufig argumentiert, dass diejenigen, die hier leben wollen, sich gefälligst anpassen sollen.

Andere sind der Meinung, dass die Mehrheitsgesellschaft die ausländischen Mitbewohner so akzeptieren sollen, wie sie sind. Dafür sollten die Zuwanderer die Deutschen so akzeptieren, wie diese sind.

Zum ersten Argument ist festzustellen, dass man zwar relativ leicht sein Heimatland verlassen kann, aber aus seiner Haut kann man nicht ebenso leicht raus. Man kann nicht eben mal seine Identität ablegen. Die zweite Haltung erscheint auf den ersten Blick sehr vernünftig, doch führt die gegenseitige Akzeptanz nur zu einem Nebeneinander, nicht zu einem Miteinander. Ein Nebeneinander wiederum kann latente Konflikte eskalieren lassen.

Interkulturelle Öffnung in Deutschland braucht neue Einstellungen
Sowohl der rigide Assimilationswunsch als auch die reine Akzeptanz mit ihrer latenten Gefahr der Eskalation können als bestürzende Haltungen gewertet werden, da sie eine friedliche Existenz auf Dauer in Frage stellen. Wenn man Huntington(1) mit seinen Überlegungen hinzuzieht, so scheint unsere Gesellschaft ohne entsprechende Maßnahmen zu einer interkulturellen Öffnung in einer aussichtlosen Situation, da ein "Kampf der Kulturen" naheliegend erscheint.

Interkulturelle Öffnung in Deutschland: Die Existenz von ausländischen Mitbewohnern anerkennen
Die Existenz der Anderen oder die Andersartigkeit zugewanderter Menschen zu akzeptieren ist für ein friedliches Miteinander alleine nicht ausreichend, da man sich nicht mit den Hintergründen auseinander setzt, wie und warum die Anderen nicht so sind, wie die Mehrheitsgesellschaft.

Dann, wenn man nichts voneinander weiß, können Vorurteile und Unverständnis wachsen. Dies kann Konflikte heraufbeschwören, die letztlich unnötig sind und diese Konflikte können eskalieren und das friedliche Miteinander verhindern.

Interkulturelle Öffnung in Deutschland: Nebeneinander fördert Konflikte
Menschen verschiedener Kulturen, die nur nebeneinander her leben, ohne sich gegenseitig zu kennen, ohne ein wirkliches Interesse aneinander, entwickeln Vorstellungen voneinander, die zu bleibenden Vorurteilen und Konflikten führen können.

Nachvollziehbar wird dieser Sachverhalt, wenn man an persönliche Beziehungen denkt. Auch bei persönlichen Beziehungen kann es zu Konflikten und in der Folge gar zu einem Bruch kommen, wenn ein Neben- statt Miteinander gelebt wird. Dies ist im sozialen Miteinander ähnlich, nur ist gesellschaftlich betrachtet, das Konfliktpotenzial um ein vielfaches größer.

(1) Huntington, S.P.: Der Kampf der Kulturen. The Clash of Civilizations. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, München – Wien 1997

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