Sozial- und Bildungsmanagement

Interkulturelle Öffnung braucht neue Bildungskonzepte

Interkulturelle Öffnung braucht neue Bildungskonzepte
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Um eine Interkulturelle Öffnung gesamtgesellschaftlich durchzusetzen, bedarf es einer Anpassung der Bildungsinhalte an die globale und multikulturelle Gesellschaft. Im Rahmen der Schul- und Weiterbildung können notwendige Kenntnisse vermittelt werden.

Um den Konfliktpotentialen eines reinen Nebeneinanders aus dem Weg zu gehen und ein Miteinander der Kulturen auf der Basis von gegenseitigem Wissen und gegenseitigem Verständnisses aufzubauen, bedarf es eines neuer Bildungskonzepte.

Die derzeit schon gegebene kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft wird weder gelebt noch positiv erlebt. Alle Beteiligten sind, obgleich das multikulturelle Miteinander bereits gegeben ist, sich noch nicht für dieses offen. Doch bevor "Multikulti" positiv erlebt werden kann, muss eine Öffnung hierfür erfolgen.

Interkulturelle Öffnung: Beiderseitiges Lernen ist gefordert
Es gilt das Denken und Fühlen der Menschen und über dieses Denken und Fühlen das Verhalten der Menschen zu verändern. Wer in diesen Bereichen Veränderungen erreichen möchte, muss über kulturelle Zusammenhänge aufklären. Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, also alle Menschen in unserer Gesellschaft, müssen darüber aufgeklärt werden, warum die gesellschaftliche Durchsetzung einer Gleichberechtigung aller in Deutschland notwendig ist.

Die meisten jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte möchten sich in ihrer deutschen Heimat als Deutsche fühlen. Doch sie werden vielfach von der Gesellschaft als Ausländer bewertet. So fühlen sie sich letztlich als "Fremde" in der Kultur ihrer Eltern und gleichzeitig als "Fremde" in der Kultur ihrer deutschen Umwelt.

Damit leben sie vielfach in einem psychologischen Zustand, der oft in einer Orientierungslosigkeit endet. Auch Spätaussiedler sehen sich mit einer solchen Situation konfrontiert. Zwar besitzen sie einen deutschen Pass, aber sie werden als Fremde wahrgenommen.

Damit sich alle Mitglieder der deutschen Gesellschaft in dieser wohlfühlen können, brauchen wir eine gesellschaftliche interkulturelle Öffnung. Wir benötigen eine Reorganisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung von Entscheidungsprozessen hinsichtlich der gegebenen kulturellen Vielfalt.

Ziel muss dabei sein, dass die an politischer und zivilgesellschaftlicher Gestaltung beteiligten Verantwortlichen, den Blickwinkel der Gleichbehandlung aller Menschen der Gesellschaft bedenken. Sowohl Personen der Mehrheitsgesellschaft als auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sollten in allen gesellschaftlichen Bereichen und auf allen politischen Ebenen Berücksichtigung finden.

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