Sozial- und Bildungsmanagement

Inklusion: Fördern Sie einschließendes Denken schon bei Schülern

Inklusion: Fördern Sie einschließendes Denken schon bei Schülern
geschrieben von Dr. Britta Kanacher

Die Mehrheit der Menschheit denkt, indem sie ab- und ausgrenzt: Was mein ist, ist nicht dein. Ich bin nicht du und auch nicht wie du. Die Natur ist Natur und der Mensch ist Mensch. Die Folgen können wir tagtäglich in den Nachrichten hören. Ein Wandel zu mehr Mit- statt Gegeneinander ist nur durch ein neues Denken möglich. Wie Sie Ihre Schüler zu mehr Inklusion anregen können, erfahren Sie hier.

Seit Jahrhunderten bestimmt die Maxime: Die Vernunft ist der einzig mögliche Zugang, um die Welt zu begreifen, das Denken der westlichen Welt.

Machen Sie sich die Folgen des Vernunftdenkens deutlich

Mit der Konzentration auf die Vernunft wird Empathie unterdrückt und der Weg zu einem ganzheitlichen Lebensverständnis unterbunden. Gefühle gehören ebenso zum Leben, wie die Vernunft. Die Vernunft ist ein Teilaspekt des Lebens. Sie ermöglicht uns das Nachdenken über Dinge und Zusammenhänge und sie macht es möglich, dass der Mensch abwägen kann, bevor er handelt.

Doch der Wille, die Logik hinter den Dingen zu erfassen, lässt außer Acht, dass hinter vielen Dingen auch unlogische oder bislang unbekannte Zusammenhänge verborgen sein können.

Nutzen Sie Beispiele für Inklusion(-ismus) des Denkens

Die Menschheit lebt heute in einer Phase der wachsenden Erkenntnis, dass die Ressourcen der Erde beschränkt sind. Die Vernunft hat über Jahrhunderte die Menschheit vorangetrieben und Wissenschaft und Technik forciert. Heute erkennen immer mehr Wissenschaftler, dass diese Entwicklung, die mit einem großen Maß an Ausbeutung der Ressourcen verbunden ist, nicht unendlich so weiter gehen kann.

Selbst die Vernunft gebietet diese Einschätzung. Betrachtet man das Verhalten von Naturvölkern, so ist ihnen das Leben in Einklang mit der Natur selbstverständlich. Erneuerbare Energien sind ein Beleg für Technik, die im Einklang mit der Natur deren Ressourcen nutzt, ohne sie zu verbrauchen. Sie sind ein Beispiel für neues Denken. Nutzen Sie dies und finden Sie, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, weitere.

Gemeinsam mit Vernunft und Empathie Inklusion(-ismus) leben

Durch die Vernunft und die Erziehung motiviert, sehen die meisten Menschen die Welt in Schwarz oder Weiß, sie sehen Hell oder Dunkel; dabei ist die Welt bunt und mit einer Vielfalt von Lichtvarianten ausgestattet. Das Denken in Gegensätzen versperrt den Blick für den Spielraum zwischen den vermeintlichen Gegensätzen beziehungsweise für das ihnen gemeinsame und verbindende.

Es scheint, als stünde die Vernunft häufig den Gefühlen entgegen, im privaten Alltag, wie in Wirtschaft und Gesellschaft. Doch diese Annahme ist falsch. Bei genauerem Hinsehen haben immer Menschen zu Veränderungen und Weiterentwicklungen geführt, die mit all ihren Gefühlen hinter der Sache standen, die sie vorantreiben wollten.

Führen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zu einschließendem Denken und Handeln

In all den vermeintlichen Gegensätzen ist deren Einheit zu erkennen – schärfen Sie den Blick dafür und unterstützen hierdurch Inklusionismus.

  • Schwarz und Weiß sind zwei Farben, die durch alle dazwischen liegenden Graustufen eine Einheit bilden.
  • Hell und Dunkel sind zwei Helligkeitswahrnehmungen, die durch die verschiedenen Helligkeitsstufen verbunden sind.
  • Gefühle und Vernunft existieren gemeinsam im Menschen und auch wenn viele Menschen es annehmen, so ist das eine ohne das andere nicht möglich. Denken Sie nur an das Gefühl des Verliebt seins, welches die Vernunft bei vielen geradezu ausschalten kann.

Über Ihren Experten

Dr. Britta Kanacher

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