Sozial- und Bildungsmanagement

Ethik-Kommission – Atomausstieg: Jede/r kann zum Energiekonsens beitragen

Eine Ethik-Kommission soll zum Atomausstieg beitragen und zu einem gesellschaftlichen Energiekonsens führen. Zur Findung eines gesellschaftlichen Konsenses sollten auch die Bürgerinnen und Bürger beitragen. Aber was können die tun?

Während der Zeit des von Angela Merkel eingesetzten Moratoriums sollen zwei externe Kommissionen hinsichtlich der Zukunft bundesdeutscher Energiepolitik beratend tätig sein. Einerseits sollen Experten die Sicherheit der Atomkraftwerke überprüfen, andererseits soll eine "Ethik-Kommission für sichere Energie-Versorgung" über die gesellschaftliche Bewertung der Kernenergie sowie die Möglichkeit anderer Energie-Formen beraten.

Ethik-Kommission: Atomausstieg und Energiewende
Die Ethik-Kommission tritt unter dem Doppelvorsitz von Herrn Töpfer (CDU und früherer Umweltminister) und Herrn Kleiner (Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft) zusammen. Weitere Teilnehmer der 17-köpfigen Kommission sind unter anderem: Kardinal Marx (Münchner Erzbischof), Herr Hambrecht (BASF-Vorstandsvorsitzender) und Herr Vassiliadis (Vorsitzender Gewerkschaft IG BCE). Vertreter der Energiewirtschaft sind ausdrücklich nicht vertreten, da die Ethik-Kommission, wie Merkel betonte, "keine Kommission der Energiewirtschaft" sei.

Die Ethik-Kommission und der Energie-Umbau der Gesellschaft
Die Ethik-Kommission muss sich mit der schwierigen Thematik der Sicherung der Energie-Versorgung der Zukunft beschäftigen – denn mit dem Willen zum Atomausstieg alleine ist es nicht getan. Vielmehr steht der Gesellschaft ein umfassender Umbau von Kern- zu Alternativenergien bevor, der historische Ausmaße haben wird.

Die notwendige Weiterentwicklung der derzeitigen Energieversorgung wird dabei auch die Fundamente der deutschen Gesellschaft verändern. Hierzu ist es notwendig, dass die Bürgerinnen und Bürger entsprechend aufgeklärt hinter den Entscheidungen zu diesen Veränderungen stehen.

Atomausstieg und notwendige energiepolitische Veränderungen
Den Bürgerinnen und Bürgern muss die Tragweite der Veränderungen deutlich werden:

  • die heute schon vielfach beklagte "Verspargelung" der Landschaft wird durch den Ausbau der Windenergie weiter fortschreiten – sie muss auf breitere Akzeptanz stoßen.
  • es müssen neue Stromnetze aufgebaut werden, mit deren Hilfe der gewonnene Strom verteilt werden kann
  • zunächst müssen auch Investitionen in Millionenhöhe in den Ausbau erneuerbarer Energien – Photovoltaik, Biomasse, Windenergie – getätigt werden
  • nicht zuletzt muss in energieeffiziente Produkte und energieeffizientes Wirtschaften investiert werden.

Der Atomausstieg wird nicht kostenlos zu haben sein.

Atomausstieg und Energiekonsens: jede/r ist gefragt
Die Ängste in der Gesellschaft vor einer Atomkatastrophe wie in Japan sind groß und die Politik und mit ihr alle Parteien bemühen sich, diesen Ängsten gerecht zu werden. Doch dabei sollte nicht übersehen werden, dass der Ausstieg aus der Atomenergie energietechnisch kompensiert werden muss. Hier kann jede/r einen Beitrag leisten:

  • Jede/r kann auf energieeffiziente Produkte zurück greifen und energieeffizient wirtschaften. Noch immer ist das Einsparpotential an Energie sehr groß – jede/r sollte Energie einsparen!
  • Jede/r sollte sich in entsprechenden Internetforen zu Wort melden und sich an den Diskussionen beteiligen – inzwischen werden Aktionen im Internet sehr wohl auch von der Politik registriert!
  • Wer sich viel austauscht, erfährt auch viel. Über Aktionen vor Ort erfährt man meist nur über Gespräche in den Schulen, beim Arbeitsplatz, der Gemeinde, in Vereinen – beteiligen Sie sich, erfahren Sie so von Aktion und werden Sie selbst aktiv!
PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

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Dr. Britta Kanacher