Sozial- und Bildungsmanagement

Emanzipation: Jesus wollte die Gleichberechtigung der Frauen

Jesus wuchs umgeben vom Judentum auf, wobei er sich jedoch gegen so manche jüdische Norm wendete. Dabei war vor allem sein Umgang mit Frauen sehr auffällig, da er in gewisser Weise für Emanzipation und Gleichberechtigung der Frauen eintrat. Betrachtet man jedoch die situation der Frauen seiner Zeit, so wird deutlich, dass sein Verhalten eine zu seiner Zeit allgemein gegebene Rückorientierung an matriarchalen Strukturen spiegelt.

Jesus wollte eine Gleichberechtigung der Frauen bzw. er förderte die Emanzipation! Zu Jesus Lebzeiten besannen sich, trotz der eher männerorientierten Gesellschaft, immer mehr Frauen ihrer vergangenen matriarchalen Kultur. Weiblich orientierte Kulte als letzte Bruchstücke matriarchaler Strukturen wurden in wachsendem Maße wieder durchgeführt. Dies ist sowohl für Griechenland als auch das römische Reich der Zeit  um das Jahr 0 WZR belegt.

Jesus schien mit seiner Form von Religiosität diese weiblichen Bestrebungen zu ebenso zu unterstützen, wie das spätere Urchristentum. Das Urchristentum wendete sich ganz deutlich gegen die Unterdrückung von Menschen allgemein und speziell auch gegen die Unterdrückung der Frauen bzw. gegen eine Frauenfeindlichkeit. In vielfältiger Weise hat die feministische Theologie dies aufgezeigt. Im Christentum gilt als Grundüberzeugung: vor Gott sind alle Menschen gleich. Hieran orientierte sich Jesus mit seiner Religiosität.

Das Christentum verdankt seine starke Ausbreitung auch den Vorstellungen von Emanzipation und Geleichberechtigung
Vor allem dieser Aspekt der Emanzipation war für die rasche Verbreitung des Urchristentums verantwortlich. Es ist historisch belegt, dass sich anfänglich vor allem Frauen zum damaligen Christentum bekannten.

Noch etwa 200 Jahre nach Jesu, als sich die Institution Kirche bereits konstituiert hatte, war ein Missverhältnis von männlichen und weiblichen Mitgliedern der christlichen Gemeinde gegeben. Um diesem Mißstand zu begegnen, erlaubte der römische Bischof Kallist, der etwa 217 bis 222 n.WZR seines Amtes waltete, folgendes:

"Er gestattet den Frauen von Stande, wenn sie unverheiratet sind und jugendliche Leidenschaft in sich spüren, aber ihren Stand nicht durch eine gesetzmäßige Heirat verlieren wollen, sich einen Mann auszuwählen, einen Sklaven oder einen Freien, und ihn als Gatten anzusehen, obwohl sie nicht gesetzmäßig verheiratet sind."[1]

Dieses Zitat belegt eine enorme Kompromißbereitschaft der Institution Kirche der ersten Jahrhunderte n.WZR. So wurde die, heute würde man sagen "wilde" Ehe, ermöglicht. Doch diese Kompromissbereitschaft der Institution Kirche wurde zu deren Fallstrick für die Situation der Frau.

[1]Leipholdt, S.157

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Dr. Britta Kanacher