Sozial- und Bildungsmanagement

Die Identität in der westlichen Moderne

Die Identität in der westlichen Moderne ist an einer außengeleiteten Gesellschaft orientiert und stark individualisiert. In ihrer gesellschaftlichen Entwicklung befindet sich die westliche Moderne in der Situation, dass individuelle Identität vorwiegend durch Marktwirtschaft und Konsum definiert werden.

Identität ist in der westlichen Moderne durch Konsum definiert
Vor einiger Zeit kritisierte der damalige Papst Johannes Paul II genau jenen Zustand der Konsumorientierung, als er sagte, dass er sich ein Europa wünsche, welches sich "nicht auf einen sinnentleerten Konsumismus"(1) richte.

Innerhalb einer notwendigen Wertediskussion erscheinen nicht nur durch diese Aussage Marktwirtschaft und Konsum nicht unbedingt als Werte, die als sinnvoll gewertet werden sollten. Denn die Konzentration auf genau diese Werte deuten auf eine zunehmende Werte- und Orientierungslosigkeit hin. Doch genau vor einer solchen Orientierungslosigkeit scheinen so viele Menschen Angst zu haben.

Kollektive Orientierung als Teil unseres Identitätskonzepts
In diesem Zusammenhang erscheint es sinnvoll, sich wieder mehr an Gemeinschaft zu erinnern. Auch wenn wir nicht mehr in traditionsgelenkte Gesellschaftsstrukturen zurückfallen wollen, sollte ein gewisses Maß an kollektiver Orientierung wieder Teil unseres Identitätskonzepts werden.

Wir sollten wieder einen Grund finden, um uns in unserer Gesellschaft wieder umeinander zu kümmern. In seinem Buch: "Der flexible Mensch" warnt der US-Kulturhistoriker Richard Sennett: "Ein Regime, das Menschen keinen tiefen Grund gibt, sich umeinander zu kümmern, kann seine Legitimität nicht lange aufrechterhalten."

Wir sollten dazu beitragen, dass unser Regime seine Legitimität noch lange aufrechterhalten kann. Im gemeinschaftlichen Aufbau einer nachhaltig friedlichen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft könnte ein Grund für gemeinsames Denken und Handeln gefunden werden.

(1) Dies sagte Papst Johannes Paul der Zweite bei der Verleihung des Außerordentlichen Karlspreises der Stadt Aachen im Palast des Vatikans am 24. März 2004

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Dr. Britta Kanacher