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Den Islam verstehen: Mohammed ist der Prophet

Den Islam verstehen kann man nur, wenn man seine frühe Geschichte und die historischen Zusammenhänge kennt. Der Islam ist die jüngste der großen Weltreligionen und geht auf den Propheten Mohammed und die Zeit Mitte des 6ten Jahrhunderts nWZR zurück.

Was ist der Islam?
Sure 3,17 des Korans: "Siehe die Religion bei Allah ist der Islam" gab der Religionsform des Propheten Mohammed den Namen "Islam". Gleichzeitig umschreibt diese Sure die oberste religiöse Pflicht des Gläubigen. "Islam" bedeutet "völlige Hingabe" an Allah. Diese Hingabe steht als Verhaltensmaßregel im Zentrum der Offenbarung des Islam.

Wer war Mohammed?
Als Angehöriger eines herrschenden Geschlechts wurde Mohammed im Jahr 569 in Mekka geboren. Zu jener Zeit war Mekka ein Umschlagplatz des Karawanenhandels zwischen Südarabien und Syrien. In diesem Verkehrsknotenpunkt unterschiedlichster Kulturen ließen sich Geistesgut und religiöse Haltungen unterschiedlichster Art beobachten.

Mohammed wird als sensibel und nachdenklich beschrieben. Er war geprägt durch den frühen Tod seiner Eltern. Erst spät, im Alter von 40 Jahren, gewahrte Mohammed in Träumen seine Berufung zum Propheten. Er beobachtete die Götzendienste der Beduinen ebenso, wie er die jüdischen und christlichen monotheistische Anschauungen verfolgte. Die erworbenen Kenntnisse ließen ihn einen arabischen Monotheismus für seine Lebenswelt fordern.

In Mekka wurden Mohammeds religiöse Vorstellungen zunehmend durch Anfeindungen bedrängt, so dass er 622 nWZR Mekka verlassen und nach Jathrib umsiedeln musste. In Jathrip wurde Mohammed zum Herrn der Stadt und die Stadt bekam den Namen "Stadt des Propheten". In der arabischen Übersetzung  hieß die Stadt nunmehr "medinat annabi", kurz Medina.

Den Islam verstehen: Mohammed als Prophet
Mohammed sah sich selbst nicht als Religionsgründer sondern als Mittler, der eine arabische Offenbarung von Gott überbringt. Diese Offenbarung existiert im Himmel bei Allah auf einer "wohlverwahrten Tafel". Diese Vorstellung einer göttlichen Offenbarung sowie die Notwendigkeit der schriftlichen Fixierung dieser, machten den Islam zu einer typischen Buchreligion.

Anfänglich identifizierte sich Mohammed in seinen Anschauungen sehr mit der jüdischen Religiosität. Durch die feindselige Haltung der Juden Medinas gelangte er jedoch zu differenzierenden Anschauungen. So erklärte Mohammed nicht mehr, ein Prophet in der Reihe der göttlichen Propheten, sondern der letzte der Propheten zu sein. Seine Offenbarung erhielt folgerichtig den Stellenwert, die letzte, unverfälschte Überlieferung der Abraham-Religionen, nach Judentum und Christentum, zu sein.

Mit dieser Wende der Bewertung Mohammeds gegenüber seiner ihm übermittelten Offenbarung, ging auch eine nach außen gerichtete Demonstration der Verschiedenheit gegenüber den älteren Versionen der Abraham-Religionen einher. Mohammed ließ anfänglich seine Gläubigen nach Jerusalem gerichtet beten. Später veränderte er die Gebetsrichtung, die dann nach Mekka ausgerichtet war.

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Dr. Britta Kanacher