Ausbildung

So nimmt Ihr Azubi die Berufsschule von Beginn an ernst

So nimmt Ihr Azubi die Berufsschule von Beginn an ernst
geschrieben von Martin Glania

Beginnen junge Menschen ihre Ausbildung, dann ist die Mehrzahl von ihnen froh, mit der Schule nichts mehr am Hut zu haben. Doch zu früh gefreut – die Berufsschule wartet auf sie und dort ist das Klima dem in ihrer Schullaufbahn sehr ähnlich. Das kann schon mal auf die Motivation schlagen.

Sie sollten als Ausbilder daher dafür sorgen, dass Ihr Azubi die Berufsschule von Beginn an ernst nimmt. Schließlich ist sie ein wichtiger Bestandteil der dualen Berufsausbildung und in erster Linie für die Vermittlung theoretischen Wissens erforderlich. Ohne die entsprechenden Inhalte ist es praktisch unmöglich, zum Ende der Ausbildung die Abschlussprüfung zu bestehen. Es ist also in Ihrem Interesse, dass jeder Auszubildende die Berufsschule genauso ernst nimmt wie den betrieblichen Teil der Ausbildung. Mit den folgenden 3 Tipps können Sie ein entsprechendes Denken bei Ihren (neuen) Azubis erreichen:

Tipp 1: Erkundigen Sie sich regelmäßig bei Ihrem Azubi nach der Berufsschule

Interviewen Sie Ihren Auszubildenden ganz gezielt und fragen Sie, was er zurzeit in der Berufsschule so macht. Fragen Sie nicht nur nach den Leistungen, sondern auch nach den Inhalten. So zeigen Sie Interesse, betonen die Wichtigkeit und bekommen ganz nebenbei noch mit, inwiefern sich die Inhalte des Berufsschulunterrichts mit den betrieblichen Phasen der Ausbildung decken.

Tipp 2: Machen Sie deutlich, dass es zwischen der allgemeinbildenden Schule und der Berufsschule einen Unterschied gibt

Damit jeder Auszubildende die Berufsschule ernst nimmt, sollte er wissen, dass im Rahmen der Berufsausbildung, wozu auch die Berufsschule gehört, andere Regeln gelten als bei bisherigen Schulbesuchen. Das gilt insbesondere für die regelmäßige Teilnahme am Unterricht. Es mag junge Menschen geben, die ihre allgemeinbildende Schulkarriere nie so richtig ernst genommen haben. Da kam man auch schon mal zu spät in den Unterricht oder verzichtete ganz darauf, für den Schulbesuch aus dem Bett aufzustehen.

Dann konnten die Eltern eine Entschuldigung schreiben – oder, was noch viel praktischer ist, die Schüler selbst, wenn sie volljährig sind. Damit ist es jetzt allerdings vorbei. Denn wer in der Berufsschule fehlt, der hat als Arbeitnehmer gefehlt. Für ihn gelten daher Regeln. Er muss sich morgens auch im Betrieb krankmelden und gegebenenfalls – je nach Vereinbarung – eine ärztliche Bescheinigung vorlegen.

Tipp: 3: Haben auch Sie eine Draht zu Berufsschule

Für Sie als Ausbilder ist es immer empfehlenswert, regelmäßig Kontakt mit den Berufsschullehrern bzw. mit der Schulleitung zu pflegen. So erfahren Sie mehr über Ihre Azubis, beispielsweise über Fehlzeiten oder schlechte Leistungen. Aber auch positive Aspekte kommen so schneller an ihr Ohr und Sie können daraus Ableitungen für die Ausbildungsarbeit und die Zeit nach der Ausbildung ziehen. Verheimlichen Sie diesen guten Draht zur Berufsschule nicht vor Ihren Auszubildenden. Sie sollen ruhig spüren, dass Sie die Berufsschule ernst nehmen. Und sie dürfen sich auch ein wenig kontrolliert fühlen.

Bildnachweis: Picture-Factory / Adobe Stock

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Martin Glania