Festgeld: 6 Punkten, die es zu beachten gilt

Anlageform Festgeld: Diese Tipps helfen Ihnen.

Sie legen Wert auf eine sicherheitsorientierte Sparmöglichkeit? Dann ist das eher konservative Festgeldkonto eine Überlegung wert. Festgeld ist eine Sparform, die eine attraktive Festverzinsung über die Wunschlaufzeit mit einem sehr hohen Maß an Anlagesicherheit verbindet.

Dieser Beitrag gibt Tipps zur Auswahl des Vertragspartners, Einlagensicherheit und Möglichkeiten der Vertragsgestaltung.

1. Bestandsaufnahme zur Finanzlage

Eine solide Anlagebetrachtung beginnt mit der Bestandsaufnahme der eigenen Finanzen. Festgeld ist eine Anlageform, bei der eine Sparsumme über eine vertraglich festgeschriebene Zeitspanne fest angelegt ist. Über die Laufzeit erhalten Sie eine Festverzinsung Ihrer Einlagen. Sicherheit und gute Rendite sind die überzeugenden Argumente für diese ertragreiche Investition. Die Laufzeit sowie die Höhe der Einlage sollten Sie allerdings realistisch einschätzen, denn faktisch eröffnen Sie ein Termingeld-Konto, dessen vorzeitige Kündigung nicht vorgesehen ist.

2. Banken: Wer kommt in die engere Auswahl

Im Vorfeld der Festgeldanlage sollten Sie sich ein aktuelles Bild der Banken und der am Markt angebotenen Konditionen verschaffen. Das Angebot variiert bei wichtigen Parametern, wie Mindesteinlage, Festzinssatz und Laufzeit. Die Laufzeiten beginnen bei mindestens 30 Tagen und enden in der Regel bei 48 Monaten. Die Zinsen bewegen sich in Abhängigkeit von Laufzeit und Einlagenhöhe zwischen 2 und 4 Prozent.

3. Festgeld-Vergleich im Internet

Die Online-Recherche ist bestens für einen Vergleich von Konditionen geeignet. Als Anleger geben Sie Summe und Laufzeit in den Vergleichsrechner ein. In Sekundenschnelle werden die besten Angebote zu Ihrer Anfrage nach Zinshöhe und Mindesteinlage aufgelistet. Mit einem Mausklick setzen Sie sich mit dem gewünschten Kreditinstitut in Verbindung, um weitere Informationen zum Festgeld-Engagement einzuholen.

4. Einlagensicherung: Schutz für Privatanleger

Ersparnisse, die als Festgeld angelegt werden, sind in Deutschland und der EU gut geschützt. Die gesetzliche Einlagensicherung garantiert für Ausfälle bis zur Höhe von 100.000 Euro. Der Einlagensicherungs-Fond des BdB garantiert den Schutz von mindestens 1.500.000 Euro. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken bieten eigene Sicherungssysteme mit Entschädigungsschutz in unbegrenzter Höhe. Vor Eröffnung eines Festgeld-Kontos sollten Sie diesen Punkt hinterfragen.

5. Der Vertragsabschluss

Mithilfe des Online-Festgeldrechners bestehen gute Chancen, den individuell zum Investitionsvorhaben passenden Bankpartner zu finden. Bei der Nutzung des Banken-Rechners gibt es keine Restriktionen bezüglich der Nutzungsdauer. Sie können beliebig viele Berechnungen mit wechselnden Variablen und Bankpartnern vornehmen. Sobald Sie das Kreditinstitut mit den passenden Konditionen gefunden haben, lässt sich der nächste Schritt – die Eröffnung Ihres Kontos – relativ einfach und zeitnah vollziehen. Für die Konto-Eröffnung bestehen zwei Optionen:

  • Persönlich beim ausgewählten Bankpartner vorstellig werden;
  • Festgeld-Konto online eröffnen.

Für die Online-Kontoeröffnung stellt Ihnen der Bankpartner auf seiner Webseite die erforderlichen Vertragsunterlagen zur Verfügung. Sie drucken sich diese Seiten aus und füllen die Formulare mit Ihren persönlichen Daten. Der Online-Verfahrensweg macht den Gang zur nächsten Postfiliale erforderlich. Dort wird anhand Ihrer Ausweispapiere das sogenannte "Postident-Verfahren" durchgeführt.

6. Festgeldeinlage vor Laufzeitende kündigen

Mit Inkrafttreten des Vertrages vereinbaren Sie mit Ihrer Bank oder Sparkasse eine feste Laufzeit. In der Regel wirft eine vorzeitige Kündigung Ihres Festgeld-Kontos einige Probleme auf. Kreditinstitute rechnen und wirtschaften mit Ihrem Geld über die vertraglich festgelegte Laufzeit. Eine vorzeitige Kündigung von Festgeld entzieht der Bank die Möglichkeit, über die vereinbarte Vertragsdauer mit Ihrem Geld Gewinne zu erwirtschaften. Im Falle einer Kündigung müssen Sie deshalb mit Einbußen bei der Verzinsung sowie der Erhebung einer Bearbeitungsgebühr rechnen.

Ein Tipp: Überlegen Sie vor Vertragsabschluss genau, welche Summe Sie realistisch für eine längerfristige Sparanlage entbehren können. Sind Sie bezüglich der Laufzeit unsicher, so wählen Sie im Zweifelsfall lieber eine kürzere Laufzeit.

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Veröffentlicht am 21. Dezember 2015
Autor
Moritz Richartz