Haftpflichtversicherung

Böse Fails im IT-Bereich: So können sich freiberufliche Experten durch die IT-Haftpflichtversicherung schützen

geschrieben von Ralph Günther

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das gilt auch – oder sogar besonders – für die IT-Branche. Denn hier kann bereits ein kleiner Fehler kostspielige Folgen haben, wie die nachfolgenden Schadenfälle zeigen. Vor allem Existenzgründer können so schnell an den Rand des Ruins gebracht werden. Deshalb ist es wichtig, sich umfassend gegen mögliche Haftungsrisiken abzusichern. Eine speziell zugeschnittene IT-Haftpflichtversicherung springt im Schadenfall ein und bietet Freiberuflern aus IT und Telekommunikation zuverlässigen Schutz.

Ob Existenzgründer oder alter Hase im Geschäft: Ein unbeabsichtigter Fehler kann jedem unterlaufen. Diese Erfahrung mussten auch die Experten in den folgenden Beispielen machen:

  • Stripperin nimmt Dienstleister in Haftung 

Ein kleiner Tippfehler in einer robot.txt-Datei wurde einem IT-Experten zum Verhängnis: Die Website der Stripperin, die ihn mit dem Umzug auf einen neuen Server beauftragt hatte, wurde nicht mehr von Google indexiert. Als Folge: Die Dame bekam über vier Monate deutlich weniger Aufträge. Den Umsatzausfall in Höhe von 6.500 Euro forderte sie von dem IT-Experten zurück.

  • Schmetterling sorgt für Ärger

Ein IT-Freiberufler wählte einen stilisierten Schmetterling als Firmen-Logo, ließ dieses Motiv jedoch nicht eintragen. Anders als ein anderes Unternehmen, das sich ein halbes Jahr später sein Schmetterlings-Logo markenrechtlich schützen ließ. Nach einigen Jahren der unbemerkten Koexistenz flatterte dem Freiberufler eine Unterlassungserklärung des besagten Unternehmens ins Haus. Der IT-Freiberufler wurde nicht nur zur Kasse gebeten, sondern musste sich auch ein neues Logo suchen. 

  • Kassensystem versehentlich lahmgelegt 

Statt in der Testumgebung arbeitete ein freiberuflicher IT-Experte aus Versehen im Produktivsystem eines großen Unternehmens. Die Folge: Eine Stunde lang ging an den Kassen in 400 Filialen gar nichts mehr. Trotz schneller Beseitigung des Fehlers hatte der Kunde einen Umsatzausfall von rund 200.000 Euro zu beklagen. Eine Summe, für die er den Dienstleister in Haftung nahm.

In all diesen Fällen hätte eine IT-Haftpflichtversicherung den Betroffenen abgesichert.

Vielfältige Haftungsrisiken – und wie sie abgesichert werden können

Die Schadenfälle zeigen, was im beruflichen Alltag eines IT-Experten passieren kann – schnell und ohne böse Absicht. Eine spezielle IT-Haftpflichtversicherung bietet nicht nur dem Freiberufler, sondern auch potentiellen Auftraggebern Sicherheit.

Bei Programmierfehlern, Markenrechtsverletzungen, Datendiebstahl oder Nichterfüllung der vertraglichen Leistungspflicht – um nur einige Beispiele zu nennen – kommt der Versicherer für den Schaden auf. Auch sogenannte Vermögensschäden, die von herkömmlichen Betriebshaftpflichtversicherungen meist ausgeschlossen sind, werden von der IT-Haftpflichtversicherung abgedeckt. Das schafft Vertrauen und bietet im beruflichen Alltag zuverlässigen Schutz. 

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Ralph Günther

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