Konfliktmanagement

Konflikte im Büro mit Hilfe anderer lösen

geschrieben von Jürgen W. Goldfuß

Gingen wir bislang davon aus, dass Sie aus eigener Kraft einen Konflikt im Büro lösen können, so sollten Sie nicht übersehen, dass es Situationen gibt, die Ihre Fähigkeiten übersteigen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Ihr Gegenüber aus Prinzip mit Ihnen keine Übereinkunft suchen will, wenn eine Situation eskaliert.

Das kann der Fall sein, dass die andere Seite aus Hierarchiegründen sich nicht mit Ihnen auseinandersetzen will, weil im Organigramm mehrere Stufen zwischen Ihnen liegen.

Es kann sein, dass Sie "kein Land" mehr sehen und resignieren: "Das hat doch alles keinen Sinn mehr".  Wenn Sie die Situation nicht im Unternehmen lösen können, dann benötigen Sie externe Hilfe. Das könnte zum Beispiel ein externer Mediator sein.

In diesem Fall weisen Sie Ihren "Konfliktpartner" daraufhin, dass in der jetzigen Konstellation keine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann und Sie davon ausgehen, dass es auch im Interesse Ihres Partners ist, externe Hilfe einzuschalten.

Der "Pannendienst" für Konflikte im Büro

Handelt es sich bei dem Konflikt im Büro um ein Problem, das mit verbalen Ansätzen nicht zu lösen ist, zum Beispiel Alkohol, Drogensucht oder psychologische Probleme, dann muss auf jeden Fall der "Dienstweg" eingehalten werden, denn wenn externe Hilfe eingeschaltet wird, dann geht es auch um finanzielle und eventuell sogar auch juristische Fragen. Hier ist auf jeden Fall die Personal- oder Geschäftsleitung gefordert, professionelle Hilfe einzuleiten – und zu finanzieren.

Tipp

Konflikte müssen gelöst – oder ignoriert – werden. Das Ignorieren gelingt in der Praxis allerdings so gut wie nie, denn spätestens wenn Ihr "Feindbild" vor Ihnen steht, fällt Ihnen das Thema wieder ein.

Die Praxis zeigt aber, dass in nur ganz seltenen Fällen zu solchen Lösungen gegriffen werden muss – wenn vorher richtig kommuniziert wurde.

Manchmal kann auch ein Mitglied aus dem Kollegenkreis vermittelnd wirken. Voraussetzung dafür ist, dass diese Person von beiden Seiten anerkannt wird und objektiv die Situation beurteilen kann.

Lesen Sie auch den ersten Teil der Serie "Konflikte im Büro": Wie sollten Sie mit Konflikten im Büro umgehen?

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Jürgen W. Goldfuß

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