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Tipps und Tricks für die Seminararbeit

geschrieben von Burkhard Strack

Gerade Erstsemester grausen sich vor ihr: die Seminararbeit. Zehn bis fünfzehn Seiten wissenschaftliches Arbeiten können einem Angst einjagen. Mit diesen Tipps können Sie viele Hürden schon vor dem Beginn der Ausarbeitung der Seminararbeit überwinden.

Das A und O – die Vorbereitung der Seminararbeit

Das Wichtigste für eine erfolgreiche Seminararbeit ist die gut organisierte Vorbereitung der Seminararbeit. Klären Sie Organisatorisches schon früh:

  • Ist die Kopierkarte aufgeladen?
  • Muss der Bibliotheksausweis verlängert werden?
  • Haben Sie Hundert-Gramm-Papier und einen neuen Klemmhefter zur Hand?

Suchen Sie schon früh nach geeigneten Quellen für Ihre Seminararbeit, da vor allen Dingen an großen Universitäten viele Bücher gleichzeitig benötigt werden. Hier gilt das Motto: wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Die Quellensuche für die Seminararbeit

Bei der Literaturrecherche bieten viele Bibliotheken mittlerweile die Online-Recherche von Zuhause aus an. Schreiben Sie sich unbedingt Autor, Titel, Jahr und Identifikationsnummer der Bibliothek heraus, damit Sie bei einem Browser-Absturz den unnötigen Datenverlust vermeiden und mit Hilfe der Identifikationsnummer die gewünschten Bücher in der Bibliothek finden können.

Hilfreich hierbei: eine Bibliotheks-Führung. Viele Universitätsbibliotheken bieten diese Führungen für Erstsemester an. Wenn Sie sich schon vor der ersten Literaturrecherche in der Universitätsbibliothek auskennen, sparen Sie sich wertvolle Zeit.

Bei der Menge der Literatur gilt: lieber zu viel als zu wenig, da Sie anhand des Titels oft noch nicht erkennen können, wie hilfreich die Quelle für Ihre Seminararbeit wirklich ist. Die meisten Seminararbeiten verlangen die Zitierung von mindestens fünf, bis maximal fünfzehn Quellen.

Wie bemerkt, sind viele Quellen am Anfang der Semesterferien schnell vergriffen, also machen Sie es sich und Ihren Kommilitonen leicht: Kopieren Sie, wenn möglich, kürzere Abschnitte aus dem Buch, an Stelle davon, es auszuleihen. Sie sparen sich das Gewicht in Ihrer Tasche und die terminlich festgelegte Rückgabe des Titels.

Ein weiterer Vorteil des Kopierens ist, dass Sie die Textstellen nach Lust und Laune anstreichen und markieren können. Leihen Sie sich das Buch also nur aus, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Abschnitte Sie benötigen oder diese so lang sind, dass Sie sich für die Kopierkosten das Buch auch hätten kaufen können.

Das Schreiben der Seminararbeit

Überlegen Sie sich nun, wo Sie besser arbeiten können. Das ist von Person zu Person verschieden – manche bevorzugen die Ruhe und vor Ablenkung geschützte Bibliothek, manche wiederum bevorzugen die gewohnte Umgebung der eigenen Wohnung.

Nachdem Sie Ihre Quellen sorgfältig nach dem Informationsgehalt überprüft haben, können Sie mit dem Schreiben beginnen. Für eine wissenschaftliche Arbeit ist es wichtig, mit Einleitung und Schluss einen Rahmen um den Hauptteil zu spannen; also sollten diese auf jeden Fall Bezug aufeinander nehmen.

Vielen hilft es aber, den Einstieg zu finden, indem sie mit der Einleitung beginnen, bevor sie mit dem Hauptteil loslegen. Finden Sie auch hier das Mittel Ihrer Wahl, denken Sie aber daran am Ende Einleitung und Schlussteil aufeinander abzustimmen.

Für den Hauptteil ist es wichtig, dass Sie einen roten Faden vorweisen können und keine Lücken beim Lesen entstehen. Machen Sie Absätze nach Sinnabschnitten, da diese den Lesefluss positiv beeinflussen. Mit Fußnoten belegen Sie Ihre Aussagen und weisen Zitate nach. Hierbei sollten Sie unbedingt eine korrekte Zitierweise beachten, da auch unabsichtliche Plagiate im schlimmsten Fall mit der Exmatrikulation geahndet werden können.

Die Formatierung der Seminararbeit

Nehmen Sie sich unbedingt genügend Zeit für die Formatierung Ihrer Seminararbeit vor. Planen Sie dafür mindestens einen Tag ein, an dem Sie Ihre Seminararbeit durchformatieren und Korrektur lesen. Sprechen Sie den Umfang und die Formatierung Ihrer Seminararbeit mit Ihrem Professor oder Dozenten ab, da je nach Fach und Universität verschiedene Richtlinien für wissenschaftliche Arbeiten gelten können. In der Regel gibt es hierfür aber hilfreiche Handreichungen, auf welche Sie der Dozent hinweisen kann oder die Sie auf der Homepage der Universität finden können.

Für das Korrekturlesen Ihrer Seminararbeit sollten Sie sich diese auf jeden Fall erst mal auf günstigem Papier ausdrucken und die Formatierung nach dem Druck begutachten. Sie finden mit Hilfe des Ausdrucks schneller Fehler, die Sie sich rot anstreichen können, um Sie nicht wieder zu vergessen. Ziehen Sie auf jeden Fall eine zweite oder vielleicht sogar dritte Person hinzu, die Ihren Text durchliest und auf Fehler überprüft.

Die endgültige Fassung Ihrer Seminararbeit sollte nun auf hochwertigem Papier gedruckt, in einem neuen Klemmhefter geheftet, ohne Knicke und Eselsohren, abgegeben werden. Der erste Eindruck beim Korrektor kann wichtig für die Bewertung des Inhalts sein.

Hier finden Sie Tipps für die Arbeit mit Word für Ihre Seminararbeit:

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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