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Wann Ihr Unternehmen steuerfrei Studiengebühren übernehmen kann

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Bilden sich die Mitarbeiter Ihres Unternehmens weiter, kann dieses davon profitieren. Das gilt auch für ein Studium, das ein Beschäftigter nebenher bzw. im Rahmen seiner Tätigkeit absolviert. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann Ihr Unternehmen die dabei anfallenden Studiengebühren für den Mitarbeiter übernehmen, ohne dass dies zu einem steuerpflichtigem Arbeitsentgelt führt. Worauf Sie achten müssen, wenn Sie für Mitarbeiter Studiengebühren übernehmen wollen, konkretisiert eine aktuelle Verwaltungsanweisung der Oberfinanzdirektion (OFD) Karlsruhe (vom 10. Oktober 2007, AZ:S 2227/147-St 146).

Studiengebühren steuerfrei übernehmen
Ob Sie eine Leistung Ihres Unternehmens an Mitarbeiter als Steuer und damit auch beitragspflichtiges Arbeitsentgelt behandeln müssen oder nicht, richtet sich danach, ob diese Leistung im überwiegenden betrieblichen Interesse Ihres Unternehmens erfolgt (dann ist sie kein steuerpflichtiges Arbeitsentgelt). Für Studiengebühren gilt dies ebenfalls.

Dementsprechend sind von Ihrem Betrieb übernommene Studiengebühren dann kein Arbeitsentgelt, wenn

  1. Ihr Unternehmen sich vertraglich zur Übernahme der Studiengebühren verpflichtet hat und

  2. der Student/Mitarbeiter zur Rückzahlung der Kosten verpflichtet ist, falls er das Unternehmen innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss der Ausbildung auf eigenen Wunsch verlässt.

Steuerpflichtiges Arbeitsentgelt liegt dagegen dann vor, wenn ein fremdes Unternehmen berufliche Fort- bzw. Weiterbildungsleistungen auf Rechnung des Mitarbeiters erbringt und Ihr Unternehmen diese Kosten erstattet oder direkt begleicht.

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