Japanisch

So gehen Sie mit der Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Japan um

geschrieben von Naomi Wieland

Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Japan ist groß. Das Phänomen der Zeitverschiebung erschwert damit die Kommunikation zwischen den Ländern zusätzlich – sowohl geschäftlich, als auch privat. Geschickt genutzt lässt sich diese vermeintlich ärgerliche Tatsache jedoch in den Arbeitsalltag integrieren und sogar vorteilhaft einsetzen.

Die in Japan vorherrschende Zeitzone wird als "Japan Standard Time" (JST) bezeichnet. Sie ist um plus neun Stunden gegenüber der "Koordinierten Weltzeit", der "Universal Time Coordinated" (UTC) verschoben. Eine Sommer- und Winterzeit, wie sie in Deutschland üblich ist, gibt es nicht.

Deutschland dagegen liegt in der als "Central European Time" (CET), zu Deutsch "Mitteleuropäische Zeit" (MEZ) bezeichneten Zeitzone, die aufgrund der Winter- und Sommerzeit um plus eine Stunde im Winter oder um plus zwei Stunden im Sommer gegenüber der UTC verschoben ist. Die Winterzeit wird dabei als Normalzeit verstanden. Das Umstellen auf die Sommerzeit erfolgt bekanntlich am letzten Sonntag im März eines jeden Jahres und das Zurückstellen auf die Normalzeit am letzten Sonntag im Oktober.

Zeitverschiebung erschwert Kommunikation

Für den Zeitunterschied zwischen Deutschland und Japan bedeutet dies während der deutschen Sommerzeit plus sieben Stunden für die Zeit in Japan. Wenn demnach der Arbeitnehmer in Deutschland um 8:00 Uhr morgens zu arbeiten anfängt, ist es in Japan 15:00 Uhr nachmittags. Während der deutschen Winterzeit allerdings gelten plus acht Stunden für die Zeit in Japan. Somit ist es in Japan bereits 16:00 Uhr nachmittags, wenn der Arbeitnehmer in Deutschland um 8:00 Uhr morgens zu arbeiten beginnt.

Sowohl in geschäftlichen, als auch in privaten Situationen, bei denen eine mündliche Kommunikation beispielweise per Telefon mit Japan erforderlich wird, bleibt nur ein schmales Zeitfenster. Für den sich in Deutschland befindenden Gesprächspartner bedeutet dies, je früher man zu arbeiten beginnt, desto größer ist die verfügbare Zeit. Auch sollte die Kommunikation mit Japan im täglichen Terminplan stets an vorderster Stelle stehen, da es dort ungefähr ab 11:00 Uhr vormittags bereits Zeit für den "Feierabend" wird.

Geschicktes Zeitmanagement ist gefragt

Diese Zeitverschiebung lässt sich jedoch vorteilhaft in den Arbeitsfluss einbinden. Besonders gut sind hierfür Projekte geeignet, welche jeweils abwechselnd bearbeitet werden müssen. Zum Arbeitsende in Deutschland wird der aktuelle Stand an Japan übertragen und bereits nach wenigen Stunden gegen 1:00 Uhr nachts beginnt in Japan der Arbeitstag.

Kurz vor "Feierabend" in Japan kann dann das Projekt wieder an Deutschland übergeben werden, wobei praktischerweise noch genug zeitlicher Überlapp besteht, um schwer zu klärende Themen schriftlich, telefonisch oder per Videokonferenz zu besprechen.

Abschließend lässt sich also feststellen, dass das Zeitfenster besonders für die mündliche Kommunikation zwischen Deutschland und Japan auf den Vormittag, nämlich etwa von 8:00 Uhr morgens bis 12:00 Uhr mittags liegt und während der Sommerzeit um eine Stunde größer ist als zur Normalzeit.

Durch geschicktes Zeitmanagement bei der Planung von deutsch-japanischen Projekten kann die versetzte Arbeitszeit mit leichtem Überlapp optimal in den Arbeitsalltag integriert werden und einer reibungslosen Kommunikation sollte nichts mehr im Wege stehen.

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