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Wie wirkt Viagra?

Am 27. März 1998 feierte die Wunder-Pille Viagra zunächst in Amerika, sechs Monate später auch in Deutschland, ihre Markteinführung. Seit diesem Tag erfreuen sich die Entwickler des Medikaments am überwältigenden Erfolg dieser Entdeckung. Heute gibt es mehr als 35 Millionen Menschen, die von der Wirkung dieser Pille Gebrauch machen, um ihr Sexualleben zu bereichern bzw. aufrechtzuerhalten.

Im fortgeschrittenen Alter müssen viele Männer der Tatsache ins Auge sehen, dass sie Erektionsstörungen haben. Obwohl in den meisten Fällen keine gesundheitlichen Probleme vorliegen, die diese Erektionsstörungen hervorrufen, leiden viele Männer ab einem bestimmten Alter unter der sogenannten erektilen Dysfunktion. Viagra kann die Erektionsstörung zwar nicht heilen, ihre Symptome jedoch beseitigen. Von nun an gehört die Angst vor dem Versagen der Geschichte an. Doch wie funktioniert die allseits gepriesene Wunder-Pille?

Der in Viagra enthaltene Arzneistoff Sildenafil ermöglicht eine Erektion und hält diese aufrecht, solange der Geschlechtsverkehr andauert. Viagra kann jedoch keine sexuelle Lust herbeiführen. Tatsächlich verhält es sich so, dass Sildenafil nur wirkt, wenn eine sexuelle Erregung bereits vorliegt. Das Medikament wird oral, also in Tablettenform, eingenommen. Viagra sorgt dafür, dass die Muskeln des Schwellkörpers sich entspannen, sodass das arterielle Blut in den Schwellkörper strömen kann. Als Folge daraus entsteht eine Erektion.

Ursprünglich war der Wirkstoff Sildenafil dazu vorgesehen, die sogenannte Angina pectoris, die allgemein mit einer Durchblutungsstörung des Herzens einhergeht, zu behandeln. Doch nun hat die kleine blaue Pille das Leben vieler Männer im hohen Alter einschneidend verändert und aufgewertet.

Wie bei jedem anderen Medikament werden jedoch auch für Viagra einige Nebenwirkungen angeführt. Das Gerücht, dass Viagra bei vielen Männern einen Herzinfarkt verursacht hatte, konnte bis heute nicht bewiesen werden. Dennoch sollte Viagra in Kombination mit bestimmten blutdrucksenkenden Mitteln nicht eingenommen werden. Um sicher zu gehen, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen. Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören Sehstörungen, eine verstopfte Nase, Magenreizungen, Hautrötungen sowie Kopfschmerzen. Es kann in einigen Fällen auch zu einer übermäßig langen Erektion kommen, die in vielen Fällen sehr schmerzhaft ist.

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