Rente

Rentenberechnung: 4 Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen

geschrieben von Burkhard Strack

Es kommt die Zeit, da werden auch Sie an Ihre Rente denken und sich um die Rentenberechnung kümmern müssen. Sie werden sich fragen, wie man diese denn beantragt, was für Unterlagen nötig sind und der Gleichen. Die Rente in Deutschland zu beantragen ist kompliziert, aber definitiv eine lösbare Aufgabe. Beherzigen Sie die folgenden Tipps, und es fällt Ihnen leichter.

Die Rentenformel und wie sie sich zusammen setzt

Das Entscheidende an der Rente ist die Höhe. Diese setzt sich aus den folgenden Punkten zusammen und hilft bei der Rentenberechnung:

  • Entgeltpunkte
  • Zugangsfaktor
  • Aktueller Rentenwert
  • Rentenartfaktor

Aus diesen vier Punkten setzt sich Ihre Rente zusammen.

1. Die Entgeltpunkte und ihre Bedeutung

Dies ist bei der Rentenberechnung der wichtigste Wert. Er vergleicht in jedem Jahr Ihren Verdienst mit dem durchschnittlichen Verdienst aller Versicherten. Erreicht Ihr Wert exakt den Durchschnitt, der für das Jahr gilt, erhalten sie einen Entgeltpunkt. Das sieht im Beispiel dann so aus, dass, wenn sie exakt den Durchschnitt verdienen, diesen einen Punkt erhalten. Verdienen Sie die Hälfte weniger, ist es nur ein halber Punkt. Bei einem Verdienst der eineinhalb Mal so hoch ist wie der Durchschnitt, erhalten Sie 1,5 Punkte.

2. Zugangsfaktor und die Auswirkungen

Der Zugangsfaktor ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Rentenberechnung. Hier werden Zu- und Abschläge berechnet, die genau dann anfallen, wenn Sie früher in Rente gehen, oder nach dem Erreichen des Rentenalters erstmal auf die Rente verzichten. Tritt weder der eine noch der andere Fall ein, beträgt Ihr Zugangsfaktor 1,0.

3. Aktueller Rentenwert

Der aktuelle Rentenwert ist der Wert, der exakt einem Rentenpunkt entspricht. Dabei wird die wirtschaftliche Situation immer angepasst. Aus diesem Grund heißt er aktueller Rentenwert. Derzeit entspricht er in Westdeutschland 29,21 Euro und in Ostdeutschland 27,05 Euro.

4. Rentenartfaktor und seine Rolle

Entscheidend für die Höhe und die Rentenberechnung ist die Art der Rente. Hier gibt es Unterschiede in der Bewertung. Renten durch Erreichen des Alters, volle Erwerbsminderungsrenten und Erziehungsrenten werden mit dem Wert 1,0 berechnet. Vollwaisen werden mit 0,2 berechnet, Halbwaisen mit 0,1. Witwen werden mit einem Faktor von 0,55 beziehungsweise 0,6 berechnet, und die teilweise Erwerbsminderungsrente mit 0,5.

Die Besonderheiten

Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen sind Zeiten, die ebenfalls berechnet werden. Dazu werden diese Zeiten mit einem Hypothetischen Verdienst belegt, der dann voll oder anteilig berechnet wird. Das richtet sich natürlich auch nach dem Durchschnittsverdienst des Jahres.

Eine weitere Besonderheit sind die neuen Bundesländer. Durch das niedrige Lohnniveau in den neuen Bundesländern, beziehungsweise in der ehemaligen DDR, werden die Entgelte auf Westniveau angehoben. Schließlich sollen sich keine Nachteile in der Rentenberechnung einstellen.

Dazu dient der Umrechnungsfaktor. Dieser Faktor ist in etwa das Verhältnis des Durchschnittsentgelts West zu dem Durchschnittsentgelt Ost. Dieser Faktor wird jedes Jahr neu berechnet, so dass es kaum noch Unterschiede in der Rente Ost und West geben wird.

Das Fazit

Sollten Sie Ihre Rente selber beantragen wollen, beherzigen Sie die oben angeführten Punkte. Diese helfen Ihnen dabei, Ihre Rente richtig zu berechnen. Um ganz sicher zu sein, sollten Sie aber auf die Hilfe eines Profis nicht verzichten. Schließlich geht es um Ihr Geld, für das Sie ein Leben lang gearbeitet und bezahlt haben. Denn die Rente ist Ihr Geld mit dem Sie Ihren Lebensabend bestreiten.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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