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Ausrüstungstipps für Trekking in Patagonien – der Schlafsack
Neben dem bereits genannten sehr wichtigem Schuhwerk gehört ein richtig warmer Schlafsack zur absoluten Grundausrüstung beim Trekking - besonders in Patagonien, wo auch im Sommer der Morgen noch mit Schneefall beginnen kann... Ist der Tag noch so trübe und sind die Schuhe noch so durchgeweicht - wenn man sich abends in den warmen Schlafsack hüllt, entschädigt das für die Unannehmlichkeiten des Tages. Doch welchen Schlafsack für wen?
Kunstfaserschlafsäcke vs. Daunenschlafsäcke
Beim Kauf eines Schlafsackes wird die große Entscheidung zwischen Kunstfaserschlafsack und Daunenschlafsack zu fällen sein - beide bieten große Vorteile als auch große Nachteile. Daunenschlafsäcke zum Beispiel bieten eine hervorragende Wärmeleistung. Das Klima im Schlafsack selbst ist sehr angenehm und trocken. Auch das geringe Gewicht und das geringe Packmaß sind starke Argumente, sich für einen Daunenschlafsack zu entscheiden. Doch kein Schatten ohne Licht: Leider sinkt die Wäremeleistung eines Daunenschlafsackes rapide, sobald er nass geworden ist - zum Beispiel durch andauernden Regen, wie er in Patagonien des öfteren vorkommt, oder bei der missglückten Flussdurchquerung. So ein Schlafsack muss stets vollkommen wasserdicht verpackt transportiert werden, damit er abends auch wirklich seinen Job machen kann. Zudem kosten Daunenschlafsäcke ca. das Doppelte eines Kunstfaserschlafsackes, doch dafür ist die Lebensdauer weitaus höher als die eines Kunstfaserschlafsacke. Somit relativiert sich der hohe Preis wieder. Der Kunstfaserschlafsack hat einen entscheidenden Vorteil: Sollte dieser einmal nass werden, so isoliert es noch annähernd so gut wie im trockenen Zustand und ist damit erste Wahl für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen oder ihn auch auf Kajaktouren mitnehmen wollen. Sein hohes Gewicht und sein hohes Packmaß schrecken meist nur diejenigen, die auf jedes Gramm achten. Ansonsten ist der Kunstfaserschlafsack für die meisten Trekker erste Wahl: eine gute Wärmeleistung, auch bei Nässe und niedrigen Temperaturen, ein angenehmer Preis und gute Isolierungseigenschaften.
Seideninlet
Eigentlich etwas für Profis bzw. Frostbeulen - wie man's nimmt: Das Seideninlet ist wirklich eine tolle Sache! Es wiegt quasi nichts, ist ungemein klein und hilft aus, wenn es mal richtig kalt wird. Sollte der Schlafsack den Temperaturen nicht gewachsen sein und hilft auch eine Thermounterwäsche nichts mehr, so kann man noch zusätzlich ein Seideninlet verwenden. Geformt wie ein Schlafsack wird es mit im Schlafsack getragen - wie ein Schlafsack im Schlafsack. Das holt aus dem Kunstfaser- oder Daunenschlafsack nochmal bis ca. 5°C heraus und macht auch die kalten Nächte angenehm warm.
Tipps zum Schluss
Der richtige Schlafsack ist das Eine - sich richtig zu betten das Andere. Essen Sie vorher ausgiebig und füllen Sie Ihre Kohlenhydratspeicher wieder auf. Denn ein hungriger Körper kann nicht genug verbrennen, um dauerhaft die Körpertemperatur halten zu können. Gönnen Sie sich zudem eine Tasse Tee vor dem Schlafen gehen oder machen sich warm für's Schlafengehen wie für den Sport. Und vergessen Sie nicht eine gute Isomatte, die gut gegen die Bodenkälte isoliert. Nur so sind sie wirklich gewappnet für einen erholsamen Schlaf, um auch am nächsten Morgen wieder topfit die nächsten 20km laufen zu können. Bild: Trekkingwege auf Patagonisch
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