Arbeitsschutz

Gefährdungsbeurteilung: welche Gefahren lauern im Büro? Teil 2

geschrieben von Thomas Pfister

Immer wieder kann es im Büro zu Ausfällen und Krankheiten bei Mitarbeitern kommen. Obwohl die Arbeit im Büro weitgehend ruhig vor sich geht, gibt es gewisse Risiken, die man erkennen und vermeiden sollte. Es stellt sich die Frage, welche Merkmale ein modernes Büro aufweisen muss, damit es keine Gesundheitsgefahren verbirgt. Welche Risiken im Büro bestehen und wie Sie diese bei einer Gefährdungsbeurteilung erkennen, erfahren Sie hier.

Führen Sie eine Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Büro durch

In einem modernen Büro eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen kann schon eine besondere Herausforderung sein. Ausschlaggebend für die Ermittlung potentieller Gefahren ist eine strukturierte Vorgehensweise. Konzentrieren Sie sich in erster Linie auf die Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze. Welche Geräte sind im Einsatz? Kommt es öfters zu krankheitsbedingten Ausfällen? Wie sieht es mit der Strahlung, Lärm und Luftgüte aus?

Im Folgenden haben wir Ihnen weitere Ansatzpunkte für Ihre Gefährdungsbeurteilung zusammengestellt.

Ansatzpunkte für Ihre Gefährdungsbeurteilung

  • Achten Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung auf Ausdünstungen von Kunststoffgehäusen: Die leicht brennbaren
    Kunststoffgehäuse von Bürogeräten und Abdeckungen sind meistens mit
    einem Flammschutzmittel imprägniert. Manche dieser Mittel, die als Gas
    ausdünsten, stehen im Verdacht schädigend auf die menschlichen Hormone
    und auf die Nerven zu wirken. Auch das Krebsrisiko kann erhöht
    werden. Achten Sie daher wieder auf das Gütezeichen der EU.
  • Gefahr durch elektromagnetische Felder: Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Geräte elektromagnetische Felder
    abstrahlen und diese biologische Auswirkungen auf den menschlichen
    Organismus haben, aber konkrete Antworten gibt es noch nicht. Wenn Sie sicher sein
    wollen, so kaufen Sie nur geprüfte Geräte.
  • Gesundheitsrisiko durch Handy und Schnurlostelefon: Sie werden bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung feststellen, dass die größte elektromagnetische Strahlung vom Handy und vom Schnurlostelefon ausgeht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Strahlung Einfluss auf die Nervenströme, den Hormonhaushalt und auf die Blut-Hirn-Schranke hat.
  • Augenschäden durch schlechte Beleuchtung: Wenn Sie an Ihrem Schreibtisch und an Ihrem Computer sitzen, dann achten Sie bitte darauf, dass Sie nicht von vorne geblendet werden. Falls Sie vor einem Fenster sitzen, dann sollte dieses abgedunkelt sein. Aber auch Reflexionen und Spiegelungen am Bildschirm sind schlecht für die Augen. Überprüfen Sie daher Ihre Sitzposition in Bezug auf die Beleuchtung und die Fenster.
  • Rückenschmerzen und schlechte Haltung: Achten Sie auf eine ergonomische Sitzposition. Moderne Büromöbel sind den speziellen ergonomischen Bedürfnissen des Menschen angepasst. Sie sollten möglichst gerade sitzen und Ihre Füße sollten den Boden berühren. Achten Sie speziell auf Ihren Schreibtisch oder Computertisch. Hin und wieder bewährt sich auch eine Fußstütze.
  • Achten Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung auch auf die Gefahr durch Zugluft oder Hitze: Zugluft kann zu Infekten führen genauso wie die Klimaanlage. Achten Sie darauf, dass der Raum nicht zu stark abgekühlt wird und lüften Sie nur stoßweise, ohne dass ständig ein Fenster geöffnet oder gekippt ist.

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Thomas Pfister

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