Arbeitsschutz

Alkoholismus im Job

geschrieben von Thomas Pfister

Oft werden Drogen am Arbeitsplatz konsumiert, ohne dass es die Kollegen merken. Besonders verbreitet ist Alkoholismus. Alkohol ist in Deutschland aber auch in Österreich die Volksdroge Nummer 1. In der Praxis lassen sich Alkoholprobleme jedoch leichter feststellen als andere Süchte.

In Deutschland sind etwa 1,6 Millionen Menschen vom Alkohol abhängig. Wenn man das auf Arbeitnehmer umrechnet, beträgt der Anteil von Alkoholismus von zirka 5 Prozent. Rechnen wir noch eine Dunkelziffer mit ein, so kommen wir auf 12 Prozent am Arbeitsplatz. Weitere 15 Prozent zählen zu einer Risikogruppe und bewegen sich deswegen auf einer Gratwanderung zum Alkoholismus.  

Weitere Fakten über die Droge Alkohol
Die konsumierte Pro-Kopf-Menge in Deutschland beträgt zirka 15 Liter reinen Alkohols pro Kopf im Jahr. In Österreich sind es 11,1 Liter. Spitzenreiter in Europa ist Luxemburg mit einem Konsum von 15,6 Liter reinen Alkohols pro Einwohner im Jahr. 

Die Folgen von Alkoholismus für den Arbeitgeber: 

  1. Schlechtere Arbeitsqualität am Arbeitsplatz
    Der Arbeitnehmer wird durch Alkohol nachlässiger und arbeitet schlampiger. 
  2. Schlechtere Arbeitsleistung
    Durch den Einfluss der Droge Alkohol wird man immer langsamer, müder und muss sich mehr anstrengen.  
  3. Schlechtere Aufmerksamkeit
    Die Wahrnehmung sinkt durch Alkoholismus sehr stark. Durch die Wirkung von Alkohol am Arbeitsplatz auf den Organismus wird die Arbeit ungenauer und oberflächlicher.  
  4. Steigerung der Fehlerhäufigkeit
    Ein von Alkohol abhängiger Mitarbeiter bringt nur mehr 75 Prozent seiner Arbeitsleistung
  5. Steigerung der Arbeitsunfälle
    Das Unfallrisiko steigt durch die Droge Alkohol sehr stark an. Studien beweisen, dass sich die Zahl der Arbeitsunfälle inklusive der Wegunfälle zu 25 bis 30 Prozent aufgrund von Alkoholismus ereignet. 

Die Sucht nach der Droge Alkohol ist eine Krankheit:
Schon Paracelsus sagte: "Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding ein Gift wird."

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Thomas Pfister

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