Arbeitsschutz

Arbeitsschutz: Schlechte Arbeitsbedingungen im Unternehmen erkennen

geschrieben von Thomas Pfister

Immer wieder gibt es Unternehmen, die Menschen aus Gründen von Profitmaximierung schlechte Rahmenbedingungen für die Sicherheit der Arbeitnehmer zur Verfügung stellen. Manche Arbeitsplätze sind hochgradig gesundheitsgefährdend, ohne dass die Menschen, die dort arbeiten, davon wissen. Wie Sie solche schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern erkennen und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.

In der Europäischen Union gibt es viele Regelungen und Arbeitsplatzvorschriften, die zum Wohle der Arbeitnehmer eingehalten werden müssen. Viele Betriebe haben es leider noch nicht erkannt, dass sie nur dann langfristig Erfolg haben, wenn Ihre Mitarbeiter gesund und motiviert bleiben.

Wie Sie schlechte Arbeitsbedingungen im Unternehmen erkennen

Rechtlosigkeit am Arbeitsplatz: Hier wird es Ihnen zum Beispiel aus Effektivitätsgründen verboten, sich niederzusetzen. Oder offensichtliche Mängel in der Sicherheit oder Arbeitsbedingungen werden vom Arbeitgeber trotz mehrmaligen Hinweisen ignoriert. Oder es wird Ihnen klar gemacht, dass Sie hier nur zum Arbeiten da sind und sich nicht beschweren dürfen.

Sie werden mit Videoüberwachung und Kameras überwacht

Wir kennen bereits die Meldungen aus den Medien, dass verschiedene
Handelsketten und Betriebe ihre Mitarbeiter per Video überwachen. Dabei
steht nicht immer die Sicherheit im Vordergrund, sondern vielmehr die
Überwachung, was die Angestellten in den Pausenräumen sowie
Umkleidekabinen tun und zum Beispiel wie oft sie das WC benutzen.

Sie müssen Sanitärräume mit schlechter Ausstattung benutzen

Vielerorts werden schlechte sanitäre Bedingungen festgestellt. Das
reicht vom Sanitärcontainer mitten in der Halle bis hin zu schlecht
gewarteten und ungereinigten Toiletten.

Sie erhalten Niedriglohn für Ihren Vollzeit-Job

Besonders in Unternehmen, die ihre Wahre billig an die Konsumenten anbieten und versenden, sind Niedriglöhne weit verbreitet. In vielen Gegenden werden vorwiegend Mitarbeiter angestellt, die aus einen Niedriglohnland kommen. Manche pendeln täglich hin und her. Aber auch Mitarbeiter aus dem eigenen Land werden immer mehr zu schlechten Lohnbedingungen angestellt. Manchmal nur zum unbezahlten Schnuppern über das Arbeitsamt.

Sie stehen unter Leistungsdruck ohne Gegenleistung des Arbeitgebers zu bekommen

In vielen Betrieben ist Produktivität sehr gefragt. Je mehr Produkte in einer bestimmten Zeit das Firmenportal verlassen, desto besser ist es für den Profit des Unternehmens. Es gibt Unternehmen, die von ihren Angestellten unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes verlangen, das tägliche Arbeitspensum oder die Stückzahlen täglich zu erhöhen.

Schlechte Raumluft und gesundheitsgefährdende Stoffe

Im Bereich der Herstellung und Bearbeitung von Produkten fallen immer wieder Staub, Rauch und Späne an. Aber auch können Dämpfe von Lösungsmitteln oder Gase austreten. Das belastet die Atemluft am Arbeitsplatz und die Mitarbeiter werden früher oder später krank. Weigert sich Ihr Arbeitgeber, Voraussetzungen zu schaffen, dass Sie in einer unbelasteten und gesunden Arbeitsumgebung tätig sind, so ist es höchste Zeit, Ihren Arbeitgeber zu wechseln.

Diese oben angeführten Beispiele sind sicher nicht alle Merkmale, die schlechte Arbeitsbedingungen kennzeichnen. Aber diese kleine Auswahl kann Ihnen Ihre Rechte als Arbeitnehmer näherbringen.

Tipps, was Sie gegen schlechte Arbeitsbedingungen tun können

Wenn Sie mit der Situation an Ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind, so gehen Sie in der folgenden Reihenfolge vor:

  1. Melden Sie die ungenügende Situation Ihrem Vorgesetzten.
  2. Verständigen Sie den Sicherheitsbeauftragten Ihrer Abteilung oder des Unternehmens.
  3. Gehen Sie zu Ihrem Betriebsrat, wenn keiner reagiert.
  4. Bei Gesundheitsbeeinträchtigungen ist auch der Betriebsarzt zu verständigen.
  5. Melden Sie den Zustand der für Arbeitssicherheit zuständigen Bezirksbehörde, wenn Sie bei Ihrem Arbeitgeber auf taube Ohren stoßen.

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Thomas Pfister

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