Mieten & Vermieten

Wohnungsräumung: Für Vermieter jetzt billiger

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geschrieben von experto.de

Vermieter können Wohnungen säumiger Mieter in Zukunft leichter und vor allem günstiger räumen lassen als bisher. Das hat der Bundesgerichtshof (Az.: I ZB 135/05) entschieden. Sie müssen nicht mehr die Kosten für den Abtransport von Hausrat übernehmen, sondern können an sämtlichen Gegenständen, die noch in der Wohnung sind, ein Pfandrecht geltend machen.

Der Gerichtsvollzieher verschafft dem Vermieter mit Unterstützung eines Schlüsseldienstes Zugang zur Wohnung. Was immer noch in der Wohnung ist, bleibt zunächst darin.

Kein teurer Zwangsumzug mehr

Bisher musste der Gerichtsvollzieher immer prüfen, welche Gegenstände unpfändbar waren, die dann abtransportiert werden mussten.
 
Die Folge: Auf den Vermieter kamen horrende Kosten zu, denn bei jeder Wohnungsräumung mussten nicht nur der Gerichtsvollzieher und ein Schlüsseldienst bezahlt werden, sondern auch noch eine Spedition, die alle unpfändbaren Gegenstände abtransportieren musste.
Alle diese Kosten waren bei einer Wohnungsräumung in der Regel als Vorschuss an den Gerichtsvollzieher zu zahlen. Doch damit ist jetzt Schluss. Der Vermieter muss nur noch einen Vorschuss für die Räumungskosten und den Schlüsseldienst zahlen, Kosten für den Abtransport fallen nicht mehr an.
Das ist umso wichtiger für Vermieter, weil die Kosten für die Vollstreckung eigentlich der säumige Mieter tragen muss. In der Praxis bekommen Vermieter ihre an den Gerichtsvollzieher gezahlten Vorschüsse allerdings oft nicht zurück, weil beim Mieter nichts zu holen ist. Dieses Risiko hat der Bundesgerichtshof jetzt wenigstens minimiert.

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