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Wann die Eigentümergemeinschaft der Gewerbeausübung zustimmen muss

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Eine Eigentümergemeinschaft schützt sich durch Regelungen in der Teilungserklärung gegen die Ausübung störenden Gewerbes im Haus. Darunter fällt beispielsweise eine Arztpraxis mit hohem Patientenverkehr. Handelt es sich jedoch um ein Gewerbe, das nicht mehr stört als die normale Nutzung der Wohnung als Wohnraum, müssen die Miteigentümer der Nutzung der Wohnung für gewerbliche Zwecke, etwa als Architekturbüro, zustimmen.

Nicht ganz so klar liegt der Fall, wenn das Gewerbe des Kaufinteressenten für die Wohnung nicht eindeutig in störend oder nicht störend eingewordnet werden kann. Handelt es sich beispielsweise um einen Heilpraktiker, der seinen Beruf teilweise in der Wohnung auszuüben plant, muss die Eigentümergemeinschaft erst einmal überzeugt werden, dass die zu erwartenden Störungen nicht über das normale Maß hinausgehen werden.

Soll es sich nur um eine Teilzeittätigkeit mit geringen Patientenverkehr handeln, kann die Gemeinschaft sich eigentlich nicht weigern, und die Zustimmung kann notfalls auch gerichtlich eingefordert werden.

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