Mieten & Vermieten

Haushaltsnahe Dienstleistungen – auch Mieter können Steuern sparen

geschrieben von Armin Nowak

Seit 01.01.2006 besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Steuererklärung Lohnkosten für haushaltsnahe Dienstleistungen gemäß § 35 a EStG anzusetzen. Was viele nicht wissen, diese Regelung gilt auch für die Mieter.

Klar betrifft dies aber nur die sogenannten umlagefähigen Kosten, die vom Vermieter auf den Mieter gemäß Betriebskosten (BetrKV) umgelegt werden dürfen. Dies sind insbesondere Hausmeisterkosten, die Kaminkehrergebühren, Eichservicegebühren, Kesselreinigung oder auch entsprechende Lohnanteile an den Wartungskosten. 

Voraussetzungen für haushaltsnahe Dienstleistungen bei Mietern

Allerdings benötigt der Mieter gemäß dem BMF Schreiben vom 15.02.2012- IV C4 4 – S 2296-b/07/003 eine entsprechende Bescheinigung zu den haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen und haushaltsnahen Dienstleistungen von seinem Vermieter, seinem Hausverwalter oder auch von der Heizkostenabrechnungsfirma.

Es muss auch seitens der Verwaltung eine gesonderte Bestätigung den Wohnungseigentümern bzw. Mietern übergeben werden. Die normale Wohngeldabrechnung reicht hierfür regelmäßig nicht.

Maximal dürfen seit 2009 pro Jahr 20% von € 6.000,- Lohnkostenanteil abgesetzt werden, das entspricht maximal einer Steuerersparnis von € 1.200,- die der Einkommensteuerschuld abgezogen werden kann. Also durchaus auch für Mieter lohnend, auch wenn die maximale Höhe fast nie erreicht wird.

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Armin Nowak

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