Immobilie als Anlage

Die Pflegeimmobilie als Maßnahme gegen die Inflation

geschrieben von Gerd Bielenberg

Seniorenimmobilien sind einer der großen Wachstumsmärkte mit einem Investitionsbedarf von mehreren Milliarden. Die Nachfrage nach Pflegeplätzen steigt ständig. Bereits heute übersteigt der Bedarf das Angebot an Pflegeplätzen deutlich. Eine Vollbelegung von gut geführten Pflegeheimen ist somit auf Jahrzehnte sehr wahrscheinlich. Daher bieten sich Sozialimmobilien als Investitionsobjekte an.

Vorteile der Pflegeimmobilie
Eine Pflegeimmobilie hat für den Anleger folgende Kernvorteile: Sie ist ein konjunkturunabhängiger Wachstumsmarkt der Zukunft und langfristige Pachtverträge der Betreiber garantieren Mietzahlung auch bei Leerstand der Wohneinheit. Darüber hinaus ist das Eigentum an dieser Wohnung im Grundbuch abgesichert; das heißt Sie können sie vererben, verschenken, beleihen oder verkaufen.

Sie haben ferner keine Nebenkostenabrechnungen, keinen Mieterkontakt und der Betreiber ist für Instandhaltung der Gebäude zuständig. Die Finanzierung ist aktuell in der Niedrigzinsphase günstig und die Investition kann steuerlich abgeschrieben werden.

Risiken der Pflegeimmobilie
Trotz alledem gibt es natürlich auch ein Risiko und das ist die Insolvenz des Betreibers. Die Risiken der Anlageform sind im Allgemeinen die spezifischen Risiken der Spezialimmobilie. Es handelt sich um Betreiberimmobilien, mit Standortrisiken und einem hohen Instandhaltungsbedarf. Aus diesem Grund ist Streuung im Rahmen eines Immobilienportfolios notwendig, um die Risiken entsprechend zu minimieren.

Ein weiteres Risiko wäre der Fall, dass in einer älter werdenden Gesellschaft der Gesundheitszustand der Senioren steigt und der medizinische Fortschritt erfolgreichere Behandlungen erlaubt. In diesem Fall wäre die Nachfrage zwar kleiner, aber sie wird diesen Wachstumsmarkt nicht grundsätzlich in Frage stellen.

Als Investor sollten Sie sich daher immer folgende Fragen stellen: Wie lange ist die Betreibergesellschaft des Pflegeheims auf dem Markt? Betreibt sie (erfolgreich) noch weitere Projekte? Gibt es Zahlen zur Auslastung? Welche Vor- und Nachteile haben unterschiedliche Standorte?

Sehr wichtig ist auch, dass es sich wirklich um ein Pflegeheim handelt, dessen Leistungen von der Pflegeversicherung abgedeckt sind und nicht um eine "Betreutes-Wohnen-Modell". Am besten und damit am sichersten für den Investor sind hier große Betreiber, die über mehrere Häuser verfügen.

Selbstnutzung eher kein Thema
Was die Selbstnutzung angeht sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie einer pflegebedürftigen Person in Ihrer Pflegewohnung kaum eine Eigenbedarfskündigung aussprechen können. Allerdings könnten Sie eine Art Vorbelegungsrecht mit dem Betreiber verhandeln, der Ihnen einen Platz in einem der Einrichtungen des Betreibers zusichert.

Was einen möglichen Weiterverkauf angeht, kann auch ein älteres Objekt interessant sein, wenn es gut läuft. Trotzdem ist die Entwicklung des Verkaufswertes schwer vorherzusehen, weil es sich um eine langfristige Anlage handelt. Es gibt momentan nur wenige Erfahrungswerte mit Wiederverkäufen, da private Anleger erst seit vergleichsweise wenigen Jahren in Pflegeimmobilien investieren.

Pflegeimmobilie zur Beimischung empfohlen
experto.de empfiehlt die Pflegeimmobilie ausschließlich als Beimischung für ein großes und breit gestreutes Anlagevermögen. Die nötigen Investitionssummen beginnen bei ca. 100.000 Euro.

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