Immobilie als Anlage

Bedenken Sie die Nebenkosten bei Ihrer Baufinanzierung

Farina Fontaine
geschrieben von Farina Fontaine

Bei einer Baufinanzierung kommen zum eigentlichen Kaufpreis der Immobilie auch noch die Nebenkosten hinzu, die bis zu 10 % des Kaufpreises betragen können. Diesen Betrag sollten Sie unbedingt berücksichtigen, wenn Sie Ihre Eigenheimfinanzierung durchplanen.

Um sich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen, schrecken viele Menschen nicht vor den hohen Kosten und der jahrzehntelangen Belastung durch einen Kredit zurück. In Anbetracht der Tatsache, dass ein Eigenheim nicht nur Mietzahlungen im Alter spart, sondern auch als Kapitalanlage geeignet ist, ist dieser Wunsch auch nachvollziehbar.

Dennoch vergessen viele, was die Baufinanzierung eines Hauses über den reinen Kaufpreis für das Haus eigentlich noch kostet. Zusätzlich zu den Kosten für die Immobilie kommen nämlich noch Nebenkosten hinzu, die man zu Beginn gar nicht bedenkt. Diese sind jedoch schnell fünfstellig und betragen bis zu 10 % des Kaufpreises, weshalb diese Summe bei einer Finanzierung unbedingt bedacht werden muss.

Ohne einen Notar geht es nicht

Für den Kauf eines Hauses sind ein Notar und die Grundbucheintragung unerlässlich. Die Schlüsselrolle des Notars, ohne den ein Hauskauf nicht möglich ist, kostet dementsprechend viel Geld. Er wird sowohl für die Beurkundung eines Immobilienkaufs, der den Käufer schützen soll, gebraucht als auch für die Baufinanzierung über die Bank.

Um ein Darlehen bewilligt zu bekommen, müssen Bauherren ein sogenanntes Grundpfandrecht ins Grundbuch eintragen lassen. Dieses Grundpfandrecht gibt der Bank die Möglichkeit, im Falle eines Zahlungsausfalls auf die Immobilie als Sicherheit zurückzugreifen. Um diese Grundbucheintragung durchzuführen, wird in jedem Fall ein Notar benötigt.

Für Bauherren interessant zu wissen ist, dass die grundsätzlichen Preise für Notare und die Kosten für eine Grundbucheintragung in den neuen Bundesländern etwas niedriger sind als in den alten.

Berechnen Sie auch die Kosten einer Umschuldung bei Ihrer Baufinanzierung

Verfügt jemand bereits über eine Immobilie, die seit vielen Jahren durch die Bank finanziert wird, kommt spätestens zur Verlängerung des Darlehens nach Ablauf der Zinsbindungsfrist der Notar wieder ins Spiel. Schließen Bauherren nämlich eine Anschlussfinanzierung bei einem anderen Kreditinstitut ab, müssen die Grundpfandrechte auf die andere Bank übertragen werden.

Es gibt die Möglichkeit, die Abtretung der Rechte der Bank zu überlassen. Dafür muss der Eintrag nicht gelöscht und neu angelegt werden, wodurch die Kosten deutlich geringer sind und die Nebenkosten bei der Umschuldung auf diese Weise niedrig gehalten werden können.

Welche Nebenkosten fallen an?

Die Kosten für einen Notar bemessen sich grundsätzlich am Kaufpreis der Immobilie. Rund 1,5 % dieses Preises sollten Käufer für die Beurkundung des Kaufvertrages und für die Eintragung des Grundpfandrechts mindestens einplanen.

Weitere Nebenkosten einer Baufinanzierung ergeben sich aus den Bereitstellungskosten des Kredits, Maklergebühren, Schätzkosten, Kontoführungsgebühren, eventuellen Sondertilgungsgebühren und Schätzkosten.

All diese Beträge sollten Bauherren bei ihrer Baufinanzierung bedenken, um einen Kredit in der richtigen Höhe abzuschließen. Allein für die Grunderwerbsteuer werden 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises fällig, die an den Staat gezahlt wird und die Voraussetzung für die Eintragung ins Grundbuch ist.

Bei einer 110%-Finanzierung sind die Nebenkosten bereits mit eingerechnet

Seit einigen Jahren ist es zudem immer verbreiteter, Immobilien auch ohne Eigenkapital und sogar mit Nebenkosten zu finanzieren. Dabei stellt die Bank 110 % des Kaufpreises zur Verfügung und berechnet dabei sogar schon die Nebenkosten ein.

Der Vorteil dieser Art der Finanzierung: Bauherren benötigen kein eigens angespartes Eigenkapital. Der Nachteil: die Laufzeiten sind aufgrund der höheren Summe deutlich länger und die Zinsen aufgrund des Risikos für die Bank deutlich höher.

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