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Von zinsgünstigen Darlehen der KfW profitieren

Vom Darlehen der KfW profitieren
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geschrieben von experto.de

Wer seine Immobilie modernisieren will, wird mit Geld von Bund und Ländern belohnt. Besonders Energiesparer machen mitunter ein gutes Geschäft. Deutlich niedrigere Energiekosten, mehr Wohnkomfort und günstige Kredite sowie Tilgungszuschüsse über die staatseigene KfW-Förderbank sind starke Argumente, um geplante Arbeiten in Angriff zu nehmen.

Bereits im Jahr 2012 will die Bundesregierung der KfW daher rund 1,5 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt für zinsverbilligte Kredite zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden zur Verfügung stellen. Am meisten Geld gibt es derzeit für die Komplettsanierung eines Hauses aus der Zeit vor 1995 zum Energieeffizienzhaus. Das dazu passende KfW-Programm heißt "Energieeffizient sanieren". Um in den Genuss der Top-Konditionen zu kommen, müssen Hausbesitzer den Energiebedarf mindestens so weit senken, dass er den Höchstwert für einen Neubau nach der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) um nicht mehr als 15 Prozent übersteigt.

Modernisierer können zwischen einem zinsverbilligten Darlehen oder einem Investitionszuschuss wählen. Die Bank finanziert bis zu 75.000 Euro zu einem Zins, der deutlich unter den Marktkonditionen liegt. Außerdem erlässt die KfW-Bank dem Immobilieneigentümer einen Teil der Kreditsumme. Dabei gilt: Je niedriger der Energiebedarf nach der Sanierung, desto höher der Tilgungszuschuss, maximal 12,5 Prozent.

Weil die KfW selbst keine Darlehen vergibt, müssen Eigner die Förderung direkt bei ihrer Hausbank beantragen. Entscheidend für eine Förderung ist auch der Zeitpunkt der Antragstellung. Der Kreditantrag muss in jedem Fall vor Beginn einer Sanierungsmaßnahme gestellt werden.

Kreditantrag vor Sanierungsbeginn stellen
Immobilienbesitzer, die ihr Heim ausschließlich über Eigenkapital auf den neuesten Stand in Sachen Energieeffizienz bringen wollen, können alternativ auch direkt bei der Förderbank einen Zuschuss beantragen. Für das höchste Förderniveau, das KfW-Effizienzhaus 55, beträgt der Zuschuss 17,5 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 13.125 Euro je Wohneinheit. Für die niedrigste Förderstufe, das KfW-Effizienzhaus 115, gibt es 7,5 Prozent Zuschuss beziehungsweise bis 5.625 Euro.

Wer beim Wandel vom Energiefresser zum warm eingepackten Oldie auf die Strategie der kleinen Schritte setzt, bleibt ebenfalls nicht ohne finanzielle Hilfe: Einzelne Arbeiten wie den Austausch der Heizungsanlage, oder den Einbau isolierender Fenster fördert die KfW seit 1. März 2011 wieder über das Programm Energieeffizient sanieren, wahlweise mit einem günstigen Kredit oder einem Zuschuss von fünf Prozent bzw. maximal 2.500 Euro.

Als Fördergrundsatz gilt hier ebenfalls: Je besser der erreichte Energiestandard nach der Sanierung umso attraktiver die Förderung. Praxistipp: Wer sich für die Kreditvariante entscheidet, erhält zwar den gleichen Zinssatz wie bei einer energetischen Sanierung zum KfW-Effizienzhaus, muss aber auf einen Tilgungszuschuss verzichten.

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