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von Jörg Birkel, veröffentlicht in Laufen und Walking

Was bringen Kompressionsstrümpfe beim Laufen?

In den letzten Jahren sieht man immer häufiger Jogger und Triathleten mit unattraktiven Kniestrümpfen herumlaufen. Diese so genannten Kompressionsstrümpfe sollen die Leistung fördern und die Regeneration verbessern. Doch was bringt der Trend wirklich?

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kompressionsstrümpfe kompressionsstrümpfe Was ist besser: mit oder ohne Kompressionsstrümpfe joggen?

Es gibt bei Kompressionsstrümpfen zwei Aspekte, die sich zu betrachten lohnen. Zum einen sollen die Strümpfe die Leistung in Training und Wettkampf fördern und zum anderen versprechen die Hersteller der Strickware eine verbesserte Regeneration nach der Belastung.

Kompression liegt im Trend

Um den Trend einschätzen zu können, sollte man sich ruhig mal anschauen, wie er entstanden ist. Sportliche Kompressionsstrümpfe haben ihren Ursprung in der Medizin. Jeder, der schon mal eine Operation über sich ergehen lassen musste, kennt vermutlich die weißen Thrombosestrümpfe, die man im Krankenhaus tragen musste. Sie üben einen starken Druck auf die Gefäße in den Beinen aus und sollen so eine Thrombosebildung verhindern.

Diesen Gedanken haben medizinische Hersteller wie CEP oder Bauerfeind aufgegriffen und für Sportler weiterentwickelt. Bevor es spezielle Sportsocken gab, haben sich nämlich einige Spitzensportler die Thrombosesocken aus dem Krankenhaus besorgt und nach harten Wettkämpfen angezogen. Durch die Kompression wird der venöse Rückfluss gesteigert und man regeneriert tatsächlich schneller. Das belegen mittlerweile mehrere unabhängige Studien.

Eine gesteigerte Durchblutung wäre natürlich auch unter Belastung wünschenswert. Allerdings ist der medizinisch notwendige Druck der Thrombosestrümpfe zu hoch, um auch im Wettkampf einen positiven Effekt zu haben. Er wäre sogar kontraproduktiv, weil die Blutgefäße von außen zugedrückt würden. 

Studien belegen teilweise die Wirkung von Kompressionsstrümpfen

Deshalb haben die Hersteller spezielle Sportsocken mit Kompression entwickelt. Diese gibt es in unterschiedlicher Ausführung für Regeneration oder für Training und Wettkampf. Unter Belastung sollen die Kompressionsstrümpfe ebenfalls die Durchblutung fördern und Muskelvibrationen dämpfen. Einen unabhängigen Beweis für die leistungssteigernde Wirkung der Kompressionsstrümpfe unter Belastung sind uns die Hersteller allerdings noch schuldig.

Und ein Anwendungsfeld haben wir noch gar nicht betrachtet: Aufgrund des verbesserten Blutflusses eignen sich die komprimierenden Sportsocken hervorragend als Thromboseprophylaxe auf langen Flugreisen.

Fazit: Sollten Ihnen die eng anliegenden Socken ein gutes Gefühl beim Laufen vermitteln, spricht nichts dagegen, dass Sie diese tragen. Kontraproduktiv sind die Kompressionsstrümpfe jedenfalls nicht. Und zur besseren Erholung nach dem Sport und auf langen Reisen können Sie die Socken mit gutem Gewissen tragen.

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