Naturheilkunde

Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit orthomolekularer Medizin behandeln

geschrieben von Udo Döring

Unter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind sowohl die gesamten Herzerkrankungen, als auch die Hypertonie (Bluthochdruck) und Hypotonie (niedriger Blutdruck) gemeint. Des Weiteren zählen jedoch auch die Varikose (Krampfaderleiden) mit dazu. Hier kann die orthomolekulare Medizin nach entsprechender Laboranalyse sehr gut eingesetzt werden.

Feststellen der Bedürfnisse

Es muss nur der genaue Mangelbedarf des Organismus festgestellt werden und schon kann man mit der orthomolekularen Medizin unter fachärztlicher oder heilpraktischer Aufsicht beginnen. Denn nur diese Fachleute kennen sich mit den genauen Hochdosierungen und deren Reaktionen im Organismus aus.

Hier eine kleine Auswahl der benötigten Mikronährstoffe, der jedoch nach dem jeweiligen Bedarf der Laboranalyse noch andere Mikronährstoffe nach sich ziehen kann:   

Um den Homocystein-Blutspiegel, der unter anderem für die Arteriosklerose (Lumeneinengung innerhalb der Gefäßwände der Arterien) und anschließenden Herzinfarkt oder Apoplex (Schlaganfall) verantwortlich sein kann, zu reduzieren, benötigt der Organismus:

  • Folsäure: Tagesbedarf 0,6 mg
  • Vitamin B2: Tagesbedarf 10 – 45 mg
  • Vitamin B6: Tagesbedarf 10 – 100 mg
  • Vitamin B12: Tagesbedarf 25 – 350 mg

Hierdurch wird das Risiko eines Schlaganfalles und Herzinfarktes verringert. Das Cholesterin, und zwar hier die Reduzierung des LDL-Cholesterin und der Stabilisierung des HDL-Wertes im Blut, benötigen das:

Niacin (in Form von Nikotinsäure): Tagesbedarf 250 – 480 mg

Durch die Einnahme des Vitamins E kann das Thrombose-, Schlaganfall- und auch Herzinfarkt-Risiko vermindert werden. Gleichzeitig schützt das die Triglizeride (Fette) und auch das benötigte Cholesterin vor freien Radikalen. Die Tagesdosis liegt hier bei 400 mg.

Weitere Strategien gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

Um die Blutlipide im Gleichklang zu halten und Blutgerinnsel innerhalb des Gefäßsystems zu verhindern, benötigt der Organismus das essenzielle (kann vom Körper selbst nicht hergestellt werden) Vitamin C mit einer Tagesdosis von 2-3g .

Das Magnesium, welches einen Tagesbedarf von 400-500 mg hat, wird ebenfalls gegen die Blutgerinnsel im Gefäßsystem gebraucht. Des Weiteren wird das Herzinfarkt-Risiko gesenkt und auch Herzrhythmusstörungen vorgebeugt. Spasmen (Krämpfe) in den Herzkranzgefäßen und zwar hier speziell im Gefäßmuskulaturtonus werden auf ein Minimum verringert.

Das Ubichinon (Coenzym Q10) mit einem Tagesbedarf von 100 mg verringert die Thoraxschmerzen (Brust) und auch die Anzahl der jeweiligen Herzenge-Attacken (Angina pectoris). Außerdem wird durch das Ubichinon die Herzfunktion bei eintretender Herzschwäche nachweislich verbessert. Blutfette werden vor den freien Radikalen geschützt.

Für das Gleichgewicht der Blutfette und deren funktionelle Umsetzung im Organismus wird Chrom  mit einem Tagesbedarf von 150-200 Mikrogramm gebraucht. Hierdurch wird das Gefäßsystem auch vor der gefährlichen Arteriosklerose geschützt.

Selen, mit einem Tagesbedarf von 150-200 Mikrogramm, hilft nicht nur dem Immunsystem richtig und effektiv zu arbeiten, sondern schützt die Blutfette und auch das Cholesterin vor den freien Radikalen und deren verursachenden Oxidationsschäden. 

Der Einsatz der Omega-3-Fettsäuren (EPA in Form von Fischölkapseln) mit einem Tagesbedarf in Höhe von 1-1 ½ g wirkt entzündungshemmend und fettstoffwechselregulierend. Des Weiteren wirkt es gegen die eventuellen Thromben (Blutgerinnsel) und gegen eventuelle Herzrhythmusstörungen.  Somit wird die Anzahl der Herz-Enge-Attacken (Angina pectoris) auf ein Minimum reduziert.

Das Nachtkerzenöl (EPO) oder auch Gamma-Linolen-Säure (GLS genannt) hat einen Tagesbedarf in Höhe von 2-2 ½ g. Wirkt ebenfalls der Arteriosklerose dadurch vor, in dem es die Blutfette und das Cholesterin ins Gleichgewicht bringt. Thromben (Blutgerinnsel) werden gleich in der Entstehung durch das Nachtkerzenöl aufgelöst.

Fazit: Um einen effektiven und auch erfolgreichen Einsatz der orthomolekularen Mikronährstoffe therapeutisch einsetzen zu können, muss erst der jeweilige Bedarf des betroffenen Menschen durch eine spezielle Laboranalyse durchgeführt werden. Denn nur durch die Blutlaboranalyse kann der jeweilige Mangel im Organismus festgestellt und entsprechend durch die Mikronährstoffe behandelt werden.

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Udo Döring

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