Herz

Herzgesundheit: Wie sinnvoll war das Rauchverbot?

geschrieben von Christian Riedel

Gastronomen in ganz Deutschland haben bei der Einführung des Nichtraucher-Schutzgesetzes befürchtet, dass ihnen die Gäste fern bleiben. Aber vielmehr das Gegenteil ist der Fall. Über das Rauchverbot am Arbeitsplatz, in Restaurants und vielen Kneipen freuen sich nicht nur die Wirte, sondern auch die Herzen. Nach fünf Jahren Rauchverbot zog die DAK ein Fazit.

Auch wenn das Nichtraucher-Schutzgesetz zu Beginn von fast allen sehr kritisch beurteilt wurde, sieht man heute fast nur lachende Gesichter. Weniger Qualm in Kneipen bedeutet rückblickend vor allem mehr Gesundheit für die Menschen und insbesondere weniger Herzerkrankungen, wie eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) ergeben hat. Und auch Herzpatienten können sich heute fast risikolos in eine Kneipe setzen.

Weniger Herzinfarkte

Durch die Einführung des Rauchverbots am Arbeitsplatz, in Restaurants und vielen Kneipen gingen vor allem die Zahl der Herzinfarkte und Fälle von Angina Pectoris zurück. Wenn man bedenkt, dass rund 40 Prozent aller Todesfälle in Deutschland auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückgehen, kann man sich vorstellen, wie groß der Einfluss des Rauchverbots insbesondere auf unsere Herzgesundheit ist.

Laut DAK gingen die Klinikeinweisungen wegen einer Angina Pectoris (Brustenge und Herzschmerz) um rund 13 Prozent zurück, die der Herzinfarkte um 8,6 Prozent. Betrachtet wurden die Fälle nach 2008, nachdem das Nichtraucherschutzgesetz/Rauchverbot bundesweit umgesetzt worden war.

Für die Krankenkassen kam der positive Nebeneffekt dazu, dass durch die gesunkenen Krankenhauseinlieferungen auch die Kosten für Herzkrankheiten deutlich sanken. Aufgrund seltenerer Fälle von Angina Pectoris sparten die Kassen fast 10 Prozent; durch die gesunken Kosten für Herzinfarkte sparten die Kassen rund 20 Prozent. Nicht eingerechnet waren hier die Nachsorgekosten und der Arbeitsausfall.

Rauchverbot setzt sich durch

Auch die Angst der Gastwirte ist überwiegend unbegründet. Denn bei einer, von der DAK beauftragten, Umfrage vom Forsa-Institut fanden 82 Prozent das Rauchverbot gut. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Raucher teilten diese Meinung. Und rund ein Viertel gab an, seit der Einführung des Rauchverbots öfter in Restaurants oder Cafés zu gehen.

Schimpfen Sie also nicht als Raucher, wenn Sie beim Kneipenbesuch kurz vor die Tür müssen oder am Arbeitsplatz keine Zigarette mehr rauchen dürfen. Denken Sie kurz an Ihre Herzgesundheit und wenn, rauchen Sie an der frischen Luft. Ihr Herz und das Ihrer Mitmenschen werden es Ihnen danken.

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Christian Riedel

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