Homöopathische Behandlung

Homöopathie bei Angst-Störungen

geschrieben von Andra Dattler

Solange wir Angst haben ist das normal. Wenn die Angst uns hat, wird sie zu einer Phobie. Wer unter einer echten Angst-Störung leidet ist oft massiv in seinem Alltag eingeschränkt. Psychotherapien können helfen, in vielen Fällen sitzen die Ängste aber so tief, dass sie nicht so einfach behoben werden können. Die Homöopathie kann mit ihren verschiedenen Konstitutionsmitteln Abhilfe schaffen.

Angst-Patienten sind in der Homöopathie-Praxis keine Seltenheit. Häufig haben die PatientInnen bereits mehrere Therapien hinter sich, nehmen vielleicht sogar Antidepressiva. mit mehr oder weniger Erfolg, und versprechen sich oft gar nicht so viel in Bezug auf ihre Ängste, sondern kommen eher wegen körperlicher Beschwerden.

Angst-Störungen schränken den Alltag oft erheblich ein

Im Laufe der homöopathischen Anamnese kommt dann heraus, dass sie durch ihre Ängste doch unter erheblichen Einschränkungen leiden. So kann eine Patientin weder Autofahren, noch mit Bahnen oder dem Flugzeug reisen. Ein anderer Patient geht kaum noch in Restaurants, weil er Angst hat, in der Öffentlichkeit ohnmächtig zu werden.

Wieder andere Patienten kommen mit einer Sozialphobie, trauen sich nicht auf Ämter und finden selbst das Gespräch mit dem Nachbarn schwierig. Manche Angst-Störungen gehen mit Zwangsstörungen einher, so zum Beispiel bei einer Patientin, die sich bis zu 30 mal täglich die Hände wäscht – aus Angst vor ansteckenden Krankheiten.

Panikattacken: Die Angst vor der Angst

Echte Panikattacken unterscheiden sich von Phobien insofern, dass diese Patienten nicht vor etwas bestimmtem Angst haben. Sie haben Angst vor der Angst. Panikattacken kommen meist ohne Ankündigung in Momenten, in denen die Menschen völlig entspannt sind. Sie machen sich durch Herzklopfen, Atemnot und einer fürchterlichen Panik bemerkbar.

Homöopathische Behandlung bei Angst-Patienten

Bei Angst-Störungen ist immer eine konstitutionelle homöopathische Behandlung notwendig. Dies bedeutet, dass wir ein Mittel suchen, das auf die Gesamtheit des Patienten mit seinen körperlichen und psychischen Problemen passt. Dieses kann im Rahmen einer Behandlung beim Heilpraktiker und nach einer ausführlichen Anamnese gefunden werden. Die Zahl der Mittel, die auf verschiedenste Angst-Störungen passen ist so groß, dass man von Selbstversuchen absehen sollte.

Beispiele für homöopathische Mittel bei Angst-Störungen:

  • Typisch für die Angst vor engen Räumen, z.B. aus einem Flugzeug oder dem Kino nicht mehr herauszukommen ist Argentum nitricum.
  • Vogelmittel können auch oft eine Angst haben, eingesperrt zu sein, und nicht mehr herauszukommen.
  • Borax hat Angst vor Abwärtsbewegungen (z.B. beim Fliegen).
  • Calcium-Patienten haben Angst vor der Höhe und vor allen möglichen anderen Dingen.
  • Für Angst vor Ansteckung und einen eventuellen Hände-Waschzwang stehen vor allem die Nosoden: Syphilinum, Medorrhinum, Carcinosin aber auch Arsenicum album.
  • Für Albträume und Angst vor Monstern, Hexen, Vampiren, (Wer-)Wölfen und anderen Sagengestalten stehen vor allem die Nachtschattengewächse wie Belladonna, Stramonium und Mandragora. Aber auch Arsenicum album und Calcium carbonicum sind Mittel, die bei typischen Kinderängsten helfen.

Fazit: Die Differenzierung von homöopathischen Mitteln bei Angst-Störungen ist schwierig. Wenn das richtige Mittel aber gefunden wird, ist der Erfolg oft durchschlagend. Die Ängste verschwinden und die Patienten können endlich wieder aufatmen.

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Andra Dattler

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