Gesundheit

Hirntumor: Anzeichen und Symptome

geschrieben von Burkhard Strack

Ein Hirntumor gehört zu den seltenen Tumorerkrankungen. Anders als bei anderen Krebserkrankungen gibt es keine besonderen Risikogruppen. Häufig bleibt die Erkrankung unerkannt, da es kaum Anzeichen und Symptome gibt. Es gibt allerdings einige Warnzeichen, die man beachten sollte.

Die Wahrscheinlichkeit, an einem Hirntumor zu erkranken liegt bei etwa eins zu zehntausend. Damit gehört der Hirntumor zu den eher seltenen Krankheiten.

Gibt es besondere Risiken, an einem Hirntumor zu erkranken?

Anders als bei vielen anderen Krebserkrankungen gibt es beim Hirntumor keine besonderen Risikogruppen – zumindest sind keine bekannt.

Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass Rauchen, Alkohol oder Übergewicht das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, erhöht. Selbst Kinder können an einem Gehirntumor erkranken, denn diese Erkrankung kommt in fast jedem Alter vor. Bei Kindern ist der Hirntumor zusammen mit der Leukämie sogar die häufigste Krebserkrankung.

Was ist ein Hirntumor?

Es gibt nicht den einen Hirntumor. Vielmehr kann man zwischen verschiedenen Arten von Hirntumoren unterscheiden, die sich bezüglich ihrer Anzeichen, Symptome und Krankheitsverläufen unterscheiden. Unabhängig von der Art handelt es sich bei Hirntumoren aber immer um unkontrollierte Zellwucherungen eines bestimmten Zelltyps.

Diagnostiziert der Arzt einen bösartigen Hirntumor, dann ähneln die Tumorzellen nur noch wenig den Zellen, aus denen sie ursprünglich entstanden sind. In Abhängigkeit von seinem Erscheinungsbild unterscheidet der Mediziner zwischen zwei Arten von Tumoren, und zwar zwischen primären und sekundären Tumoren. Im ersten Fall betrifft der Krebs das Muttergeschwür, im zweiten Fall handelt es sich um Tochtergeschwüre, die man auch als Metastasen bezeichnet.

Metastasen sind demnach Tochtergeschwülste eines Tumors, der sich an einer anderen Stelle des Körpers befindet. Lösen sich Tumorzellen ab und gelangen über die Blutbahn in das Gehirn, kann man auch hierdurch an einem Hirntumor erkranken. Allerdings machen Metastasen nur einen geringen Teil der Hirntumor-Erkrankungen aus.

Was unterscheidet Hirntumore von anderen Krebserkrankungen?

Anders als bei vielen Krebsarten kommt es bei einem Hirntumor nur selten zu Ablagerungen in anderen Organen.

Manchmal lässt sich auch die typische Unterscheidung zwischen gutartigem und bösartigem Krebs nicht anwenden, da die Möglichkeiten einer Operation bei einem Hirntumor viel stärker beachtet werden müssen als bei anderen Krebserkrankungen.

Der bösartige Hirntumor

Bei den bösartigen Tumoren sind die Metastasen am häufigsten, also Tumore, die über den Blutweg von einem Primärtumor aus (Lunge, Darm etc.) eingeschleppt wurden. Primärtumore bezeichnen das Ursprungsgewebe, von dem aus sich Metastasen gebildet haben.

Die primären bösartigen Hirntumore (Gliome und Astrozytome) unterteilt man in verschiedene Stufen:

  • WHO Grad I: gutartiger Hirntumor
  • WHO Grad II: noch gutartiger Hirntumor
  • WHO Grad III: bereits bösartiger Hirntumor
  • WHO Grad IV: bösartiger Hirntumor

Der Grad IV ist hierbei der schlimmste und aggressivste Hirntumor, da eine Heilung nur in sehr seltenen Fällen möglich ist.

Anzeichen und Symptome einer Hirntumor-Erkrankung

Hirntumore wachsen – anders als andere Krebsarten – in einer Körperregion, die sich nicht ausdehnen kann. Da ein Wachstum nach außen bei einem Hirntumor nicht möglich ist, zerstört der Krebs Hirngewebe. Dadurch sind mit dem Hirntumor Ausfallerscheinungen und steigender Druck im Schädelinneren verbunden.

Anzeichen und Symptome eines Hirntumors können daher Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen sein.

Vor allem wer am Morgen länger unter starken Kopfschmerzen leidet und/oder sich schlecht fühlt, sollte sich näher untersuchen lassen, sofern keine Magen-Darm-Erkrankung oder Ähnliches vorliegt.

Liegt der Hirntumor im vorderen Bereich des Gehirns, kann es zu einer Änderung des typischen Verhaltens und Persönlichkeitsveränderungen kommen. Auch Lähmungen oder Sehstörungen sind möglich.

Wenn ein Hirntumor nur langsam wächst, kann es über einen langen Zeitraum auch kaum beachtenswerte Anzeichen und Symptome geben.

Anzeichen und Symptome bei Hirnmetastasen

Die Anzeichen und Symptome bei Hirnmetastasen sind im Allgemeinen die gleichen, wie bei hirneigenen bösartigen Tumoren. Insbesondere Kopfschmerzen, Lähmungen und Krampfanfälle können Symptome von Hirnmetastasen sein.

Mögliche Symptome bei einem Hirntumor

Zusammenfassend muss man leider feststellen, dass ein Hirntumor vielfältige Anzeichen und Symptome verursachen kann. Zudem können die Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten, die eine eher harmlose Ursache haben. Folgende Anzeichen und Symptome sollten Sie beachten:

  • Starke und in der Häufigkeit zunehmende Kopfschmerzen können Anzeichen für Hirntumore sein. Kopfschmerzen können zwar auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen auftreten, in Zusammenhang mit einem Hirntumor sind sie allerdings häufig früh am Morgen besonders schlimm. Außerdem wird der Kopfschmerz bei einem Herunterbeugen schlimmer und wird als migräneartig empfunden.
  • Anzeichen wie Schwindel, Lähmungserscheinungen, allmähliche Wesensveränderungen, zunehmende Vergesslichkeit und epileptische Anfälle sind ebenfalls typische Symptome für einen Hirntumor.

Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder Koordinationsstörungen können nicht nur Anzeichen und Symptome eines Hirntumors sein, sonder auch indirekte Hinweise auf seine Lage geben.

Bitte beachten Sie, dass ein VNR-Beitrag keinen ärztlichen Rat ersetzen kann!

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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