Geldanlage

Auf diese 8 Punkte sollten Sie beim Handel mit Wertpapieren achten

geschrieben von Burkhard Strack

Es ist in Ordnung, einen Fehler zu machen, denn Irren ist menschlich. Doch es gibt ein kleines Problem: An der Börse wird jeder Fehlgriff mit teurem Lehrgeld bestraft.

Diese 8 Tipps helfen Ihnen beim Handel mit Wertpapieren weiter.

1. Strategie entwerfen

Das Bauchgefühl ist ein schlechter Berater. Manchmal verdienen Sie damit ein Vermögen, während es Sie ein paar Monate später das komplette Depot kostet. Daher müssen Sie eine Handelsstrategie mit konkreten Ein- und Ausstiegspunkten erstellen. Alle Handlungen sollten fest definiert sein, so dass der Bauch kein Mitspracherecht mehr hat.

Die meisten Neulinge zocken mit Wertpapieren und merken es nicht einmal. Neben dem Einstieg sollten Sie an den Ausstieg denken. Für Ihren Handelsansatz können Sie sich von Charttechnik und Fundamentaldaten inspirieren lassen – sogar beides ist möglich!

2. Vorsicht bei Analysten

Viele Anleger lassen sich von Prognosen beeinflussen, aber sie haben einen Haken: Oft fehlt es an einem zeitlichen Horizont und der Aktienkurs wird erst in 8 Jahren erreicht. Bis dahin hat sich der Kurswert mehr als halbiert oder der Investor musste seine Wertpapiere frustriert verkaufen.

Diverse Anlage-Experimente haben ergeben, dass Affen eine höhere Rendite als Fondsmanager erzielen. Somit sollten Sie sich nicht zu sehr von Analysten aus der Ruhe bringen lassen, wenn diese eine gegenteilige Meinung vertreten. Bestimmt gibt es eine Prognose, welche sich für die Gegenrichtung ausspricht.

3. Täglich die Kurse checken

Bei langfristigen Anlagen machen Sie sich nur verrückt, wenn Sie Ihre Wertpapiere stündlich überwachen. Meistens genügt ein kurzer Blick nach der Arbeit oder sogar ein Check am Wochenende. Setzen Sie ein Stop-Loss-Limit, um sich gegen etwaige Risiken abzusichern. Es greift komplett automatisch und Sie müssen sich keine Sorgen mehr machen.

4. Immer ruhig bleiben – auch bei Krisen

Manchmal fällt der Aktienmarkt um über 5 Prozent und die Anleger verlieren die Fassung. Sie schmeißen voller Panik ihre Wertpapiere, obwohl sie diese erst in 8 bis 10 Jahren abstoßen wollten.

Halten Sie immer an Ihrer Strategie fest, denn nur so können Sie Gewinne einfahren. Verkaufen Sie ohne Grund, wird der Handel zum wilden Gezocke – und das ist nicht profitabel. Wer den Nervenkitzel sucht, kann gleich ins Casino gehen. Seriöse Investoren nutzen längere Baissen (Abwärtsphasen), um weitere Wertpapiere günstig zu kaufen.

Das gilt auch für kurzfristige Kursverfälle, wie es etwa nach dem Brexit-Referendum am 23. Juni 2016 der Fall war. Am nächsten Tag sind die Aktien um 10 Prozent oder mehr eingebrochen, was eine hervorragende Kaufchance war. Bevor Sie derartige Szenarien handeln, sollten Sie eine entsprechende Strategie entwerfen.

5. Sinnvolle Limits setzen

Wenn Sie eine Aktie kaufen, haben Sie ein klares Kursziel vor Augen. Anstatt den Kurs live zu verfolgen, sollten Sie sofort ein Kauf- und Verkaufslimit setzen. Mit diesem Vorgehen vermeiden Sie hohe Verluste und fahren rentable Gewinne ein. Viele Anleger hoffen auf höhere Kurse, bis die Wertpapiere plötzlich einbrechen – aus grün wird rot.

Verfolgen Sie eine sehr langfristige Strategie, können Sie auf Stop-Loss-Limits verzichten. Hier halten Sie die Wertpapiere 10 Jahre oder länger und erfreuen sich an einer lukrativen Dividende. Dabei können die Aktien jedoch teilweise 50 Prozent und mehr in den roten Zahlen stehen.

6. Große Positionen vermeiden

Einige Anleger setzen alles auf eine Karte und werden handlungsunfähig. Die Firma liefert schlechte Zahlen und der Kurs sinkt ins Bodenlose. Daher sollte man sein Aktiendepot immer diversifizieren: Anstelle von 10.000 Euro in eine Aktie zu investieren, sind eher 5 Wertpapiere für jeweils 2.000 Euro zu empfehlen.

Tipp: Moneymanagement ist die Grundlage einer jeden erfolgreichen Strategie. Haben Sie noch nie von diesem Begriff gehört, sollten Sie sich darin einlesen.

7. Keine Kredite aufnehmen

Die Wertpapiere fallen immer tiefer in den roten Bereich, bis das Depotkonto über 80 Prozent verloren hat. Das ist ärgerlich und Sie möchten das Geld schnell wieder reinholen. Dafür nehmen Sie einen Kredit auf, doch die Kurse entwickeln sich weiterhin zu Ihrem Ungunsten. Investieren Sie nur das Geld, auf das Sie nicht angewiesen sind. Mit einem Spekulationskredit können Sie sich enorm verschulden.

8. Reinvestieren von Dividenden

Es kann sich lohnen, die Ausschüttungen in neue Aktien zu investieren. Manche Unternehmen zahlen seit über 20 Jahren eine solide Dividende und sind grundsolide aufgestellt. Somit erhalten Sie künftig höhere Zahlungen und profitieren von weiteren Kursgewinnen.

Fazit

Diese acht Tipps bieten Ihnen eine solide Grundlage. Nun liegt es an Ihnen, eine durchdachte Strategie zu kreieren und in die Praxis umzusetzen!

 

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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