Geldanlage

So entwickeln sich die Aktien in 2014 weiter

geschrieben von Jörgen Erichsen

Die erste Hälfte des Börsenjahres ist aus Sicht von Aktionären bisher insgesamt recht gut gelaufen. Wichtige Indizes, etwa DAX, EURO-STOXX und DOW-JONES sind gut gelaufen und haben zumindest zwischenzeitlich neue Rekord- bzw. Höchststände erreicht. Und wie wird es im zweiten Halbjahr weitergehen?

Das Börsenjahr 2014 ist aus Aktionärssicht
im Vergleich zum Jahr 2013 eher verhalten gestartet. Die wichtigen Indizes DAX und DOW JONES konnten letztes Jahr Zuwächse von 25 bzw. 28% verzeichnen.

Neue Rekordsätze im April

Anfang 2014 ging es an den Börsen rauf und runter, was viele erfolgsverwöhnte Aktionäre aus dem Tritt brachte. Erst im April konnten sich die Bullen (Optimisten) wieder durchsetzen und seitdem haben die genannten und andere Indizes mehrfach neue Rekordstände erreicht. Der DAX steht aktuell bei rund 10.000 Punkten, der M-DAX notiert leicht unter 17.000 Punkten und der DOW-JONES hat die 17.000er Grenze überschritten.

Kurse entwickeln sich unterschiedlich

Innerhalb der Indizes haben sich die Kurse natürlich unterschiedlich entwickelt. Für einige ging es steil bergauf, einige haben sich kaum verändert und wieder andere weisen sogar niedrigere Stände auf als zu Jahresbeginn. Im DAX haben sich z. B. BASF, BMW, Continental oder Daimler gut entwickelt. Eher schlecht liefen die Kurse u. a. von Adidas, Allianz oder der Deutschen Bank.

So geht es weiter in diesem Jahr

Wie wird es in 2014 weitergehen? Natürlich kann niemand in die Zukunft gucken und jede Prognose beinhaltet Unsicherheiten. Und es gibt durchaus ernsthafte Risiken, die sich zumindest vorübergehend negativ auf die Kursentwicklungen an den Börsen auswirken könne. Beispielhaft sind hier die Ukraine-Krise, die Entwicklung im Irak oder die nach wie vor nicht ausgestandene Finanzkrise zu nennen.

Das Risiko einer Deflation

Auch besteht trotz Interventionen der Zentralbanken nach wie vor das Risiko einer Deflation (Allgemeiner Rückgang des Preisniveaus, bei dem Verbraucher weniger kaufen und darauf warten, dass die Preise weiter zurückgehen. Das erhöht wiederum den Druck auf die Betriebe, die Preise zu senken. Um die Kosten zu senken, muss Personal entlassen werden. Dadurch kann es am Ende zu einer Wirtschaftskrise kommen, bei welcher Wachstum, Beschäftigung und Gewinne zurückgehen und in der Folge auch die Aktienkurse).

Wirtschaft entwickelt sich generell gut

Aber es gibt nicht nur negative Punkte. Denn die Wirtschaft entwickelt sich aktuell insgesamt gut, wenn auch mit regional stark unterschiedlichen Raten. Auch die Krisenstaaten in Südeuropa scheinen derzeit wieder etwas Boden unter die Füße zu bekommen. Nicht zuletzt sorgen die niedrigen Zinsen und die steigenden Unternehmensgewinne für eine momentan gute Stimmungslage bei den meisten Unternehmen.

Worauf sollte der Aktionär beim Kauf von Aktien achten?

Für den Aktionär ist es wichtig, dass er, wenn er Einzel-Aktien kaufen möchte, sorgfältig auf die Firmen- und Branchenauswahl achtet: Welche Unternehmen können einer möglichen kritischen Entwicklung am besten trotzen (häufig Ernährung, Gesundheit, Energie)? Welche Unternehmen sind schon lange erfolgreich am Markt aktiv (mehr als 30 Jahre mit grundsätzlich steigenden Kursen und Gewinnen)?

Welche Unternehmen zahlen seit mehr als 20-30 Jahre ununterbrochen Dividende und steigern sie sogar? Welche Unternehmen gehören großen Indizes an (z. B. DAX, DOW-JONES, EURO-STOXX, S&P 500)? Bei welchen Unternehmen weisen Kennzahlen wie KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) gute Relationen auf?

Können diese und weitere Fragen positiv beantwortet werden, stehen die Aussichten gut, auch im zweiten Halbjahr 2014 mit Aktien weiter gutes Geld zu verdienen. Natürlich wird es irgendwann auch einmal zu einer allgemeinen Korrektur kommen und viele Aktien werden Kursrückgänge verzeichnen. Aber das kann durchaus noch Monate dauern und wer auf die Korrektur wartet, verzichtet unter Umständen in der Zwischenzeit auf Kursgewinne und Dividendenerträge.

Auch deshalb sollten Anleger stets einen Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren haben. Dann ist auch die Chance sehr groß, dass man eine solche Korrektur weitgehend schadlos überstehen kann.

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Jörgen Erichsen

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