Geldanlage

Mit Indexing streuen Sie das Risiko breit

geschrieben von Dr. Jürgen Nawatzki

Privatanleger tun ebenso wie Profis gut daran, ihr Risiko bei der Geldanlage zu streuen. Deshalb sollte man in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe sowie den Geldmarkt investieren. Besonders gut geht das mit börsengehandelten Indexfonds oder Exchange Traded Funds, kurz ETFs.

Indexing ist eine Strategie, mit ETFs in ganze Märkte zu investieren und sein Risiko so breit zu streuen.

Statt Einzelwerte zu kaufen, werden Anteile an börsengehandelten Indexfonds erworben, die einen bestimmten Börsenindex, wie beispielsweise den Deutschen Aktienindex (DAX) oder den MSCI World Index nachbilden. Damit streuen Anleger bereits ihr Risiko, wenn sie nur einen einzelnen ETF kaufen. Im MSCI World Index sind immerhin über 1.600 verschiedene Unternehmen aus 23 Industrienationen enthalten.

Mit einem ETF-Sparplan kann man bereits ab 25 Euro monatlich oder vierteljährlich in einen Indexfonds auf den MSCI World Index investieren.

Das Investment über verschiedene Anlageklassen streuen

Streuen Sie Ihr Risiko zusätzlich über verschiedene Anlageklassen wie:

  • Aktien,
  • Renten,
  • Immobilien,
  • Rohstoffe und den
  • Geldmarkt,

Diversifizieren Sie Ihre Anlage gemäß den Empfehlungen der Modernen Portfoliotheorie. So lässt sich das Risiko reduzieren, ohne im gleichen Maße die Ertragschancen zu vermindern.

Vorteile von ETFs

ETFs sind eine einfache, transparente und flexible Möglichkeit, um sein Geld anzulegen. Zusätzlich sind die Verwaltungskosten eines ETFs mit durchschnittlich 0,4 Prozent absolut überschaubar.

Die niedrigen Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds wirken unmittelbar auf die Rendite dieser Geldanlage. Ein Vorteil bei der jährlichen Rendite von über einem Prozent  – aktive Fonds verursachen im Schnitt Verwaltungskosten von 1,5 Prozent p.a. und mehr – macht sich über einen langen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren über den Zinseszinseffekt stark bemerkbar.

Deshalb sollten gerade Privatanleger stärker auf die Kosten ihrer Geldanlage achten.

Buy-and-Hold spart Transaktionskosten

Finanzberater und Banken motivieren ihre Kunden gerne dazu, ihre Anlagen immer wieder zu drehen. Doch haben eher die Banker etwas davon als die Kunden, nämlich fette Provisionen. Jede Transaktion verursacht jedoch Kosten, die die Rendite der Anleger mindert.

Indexing dagegen setzt auf das langfristige Halten einer Anlage und minimiert so konsequent Kosten. Während Anleger die Kursentwicklung ihrer Anlagen nicht beeinflussen können, haben sie durchaus Einfluss auf deren Kosten. Und diese werden durch eine langfristig orientierte Buy-and-Hold-Strategie minimiert.

Mit ETF-Sparplänen Transaktionskosten sparen

Viele Online-Broker haben im Gegensatz zu Filialbanken Sparpläne für ETFs im Angebot. Besonders interessant sind die kostenlosen ETF-Sparpläne, bei denen Anleger sogar die Ordergebühren sparen. Mit solch einem Sparplan können Sie langfristig Vermögen bilden und bespielsweise private Altersvorsorge betreiben.

Der entscheidende Vorteil liegt neben den geringen Kosten in der Flexibilität eines solchen Sparplans: Sie können jederzeit ihre Sparrate anpassen und bei Bedarf auch einmal aussetzen. Zusätzlich können Sie jederzeit über ihr Guthaben verfügen und brauchen keine Kündigungsfristen etc. einzuhalten.

Zudem sind Aktien-ETFs in der derzeitigen Niedrigzinsphase eine besonders gut geeignete Geldanlage, um langfristig ordentliche Renditen von im Schnitt 6 bis 8 Prozent p. a. zu erzielen.

Allerdings sollte man nur Geld in Aktien-ETFs investieren, das man auch langfristig für mindestens 7 bis 10 Jahre entbehren kann. Für kurzfristige Geldanlagen eignen sich zum Beispiel Tagesgeldkonten besser.

Insgesamt eignen sich ETFs hervorragend, um langfristig und kostengünstig privates Vermögen aufzubauen und dabei sein Risiko breit zu streuen. Von Investments in Einzelwerte ist dagegen eher abzuraten.

Über Ihren Experten

Dr. Jürgen Nawatzki

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