Geldanlage

Lohnen sich Edelmetall-Anlagen?

geschrieben von Burkhard Strack

In Zeiten des Niedrigzinsniveaus gerade bei Spareinlagen tendieren viele Anleger dazu, Vermögen in Edelmetall zu investieren. Gerade Gold und Silber sind hier gefragte Optionen. Doch auch bei diesen Rohstoffen sollte Sie als Anleger gut überlegen, immerhin sind Vor- und Nachteile durchaus vorhanden und sollten sorgfältig gegeneinander abgewogen werden, bevor man sich zur Investition in Edelmetall-Anlagen entschließt.

Edelmetalle sind deshalb so beliebt als Anlageprodukte, weil sie natürlich vorkommen und zwar meist in einem eingeschränkten Umfang. Zu dieser Ressourcenknappheit kommen wertvolle Eigenschaften dazu, die den Wert zusätzlich steigern. Als Anleger sollten Sie berücksichtigen, dass Gold und Silber zwar zu den wichtigsten Edelmetallen gehören, doch gerade Silber aufgrund der Option zur Verwendung in der Industrieproduktion stärker im Wert schwanken kann als Gold.

Hier erfahren Sie mehr über Edelmetall-Anlagen.

Vorteile von Edelmetall-Anlagen sind klar

Zu den wichtigsten Vorteilen der Edelmetall-Anlagen zählt der physische Besitz. Das heißt, gerade Gold- oder Silbermünzen oder entsprechende Barren sind zu empfehlen. Denn diese haben oft eine geringe Stückelung und sind natürlich auch einfach zu transportieren. Abgesehen davon weisen Gold- und Silbermünzen einen Nominalwert auf, der zum individuellen Preis der Edelmetall-Anlagen dazu kommt.

Ein weiterer Grund, der für diese Veranlagung spricht, ist natürlich, dass Sie mit Gold oder Silber Ihr Vermögen perfekt auf unterschiedliche Assetklassen streuen können.

Die Diversifikation ist dann optimal, wenn Sie zu Ihren Edelmetall-Anlagen auch Produkte veranlagen, deren Preisentwicklung der Assets nicht parallel verläuft. Wenn also bei positiver Entwicklung des Gold- oder Silberpreises eine negative Preisentwicklung bei Aktien oder Anleihen zu erwarten ist. Wenn Sie hier Edelmetall-Anlagen tätigen, kann die jährliche Rendite Ihrer Veranlagung deutlich besser ausfallen.

Wichtig ist, dass Sie einen Edelmetallanteil von zehn Prozent des gesamten Portfolios anstreben. Überprüfen Sie jährlich die Anteile Ihrer Anlagen, da Edelmetalle nicht statisch sind.

Nachteile von Edelmetall-Anlagen nicht unterschätzen

Auch wenn die Vorteile als Anlageprodukte offensichtlich sind, sollten Sie auch die Nachteile nicht unterschätzen. Denn ein wesentlicher Aspekt ist, dass Sie bei einer Direktanlage keinen Ertrag in Form einer sicheren jährlichen Rendite erzielen. Sie profitieren ausschließlich von Kurssteigerungen für Gold oder Silber. Damit kann es Jahre dauern, bis Sie Ihre gewünschte Rendite erzielen.

Bis dahin liegt Ihr eingesetztes Kapital quasi brach. Wenn Sie also eine bestimmte Rendite erzielen möchten, müssen Sie sich bei Edelmetall-Anlagen auf eine deutlich längere Haltedauer einstellen. Für kurzfristige Spekulationen unter traditionellen Marktbedingungen sind Sie aufgrund fehlender Volatilität, also deutlicher Kursschwankungen, mit einer Anlage in Gold oder Silber schlecht beraten.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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